#augustbreak2016 – 5 years ago

Das ist nun die Nachspielzeit zum #augustbreak2016, wie die Vorgärtnerin es so schön betitelt hat. Im Gegensatz zu Raph Elle, die gleich ihr ganzes abenteuerliches Jahr 2011 Revue passieren ließ, habe ich mir nur den Sommer 2011 vorgenommen.

Es war ein ganz gewöhnlicher Sommer: Ich fuhr Anfang August aufs Freakstock und saß danach am Schreibtisch und schrieb Hausarbeiten. Mein Mann arbeitete enorm viel und so traf ich mich abends oft mit Freunden. Ein Kommilitone lud mich zu seinem Geburtstag ein. Meine Schwägerin heiratete. Ich begann einen neuen Nebenjob und ein neues Ehrenamt. Und Ende September ging es nach Berlin.

Ein gewöhnlicher Sommer, wie es ihn selten bei mir gab. Stinknormale Semesterferien ohne Umzüge (wie in den 5 Jahren zuvor), größere Praktika/Ferienjobs (wie in den 2 Jahren danach) oder Lernen fürs Examen (die anschließenden 2 Jahre). Semesterferien, in denen es etwas zu tun gab, das aber Tag für Tag auch gut zu schaffen war.

Gleichzeitig veränderte dieser Sommer mein Leben, sodass ich es bis heute merke. Ich denke oft, es braucht diese Ruhe im Außen, damit das Innen hinterherkommt und sich entwickeln kann. Der Sommer brachte mir keine großen beruflichen Veränderungen, keinen Ortswechsel, keine abenteuerliche Reise, keinen Stempel unter meinen Studienleistungen oder meiner Beziehung – doch im Blick auf mich und mein Leben hat er mich nachhaltig verändert.

Inwiefern? Damit das Anskizzierte auch Gestalt bekommt, will ich versuchen, diese Frage zu beantworten und den Balanceakt zwischen persönlich und privat wagen.

Der Sommer brachte mir die Liebe Gottes nah, wie ich es zuvor noch nicht erlebt hatte. Dies hing mit einer einzelnen Predigt auf dem Freakstock zusammen. Wer wie ich christlich aufgewachsen ist, der kennt es vielleicht, wenn man sich bei einer besonderen Veranstaltung, einem Gottesdienst oder im Zeltlager Gott auf einmal ganz nahe fühlt, wenn man eine neue Erkenntnis oder einen geistlichen Durchbruch hat oder überhaupt gerade etwas mit Gott erlebt. Man denkt sich: Ab jetzt wird alles anders. Ab jetzt werde ich „Stille Zeit“ machen/Bibel lesen/beten/nicht mehr über meine Klassenkameraden lästern/allen von Jesus erzählen/… Danach fährt man nach Hause und ein paar euphorische Tage später hat einen der Alltag wieder. Und genau so war es bei mir in diesem Sommer nicht. Auch drei Wochen später schwebte ich noch auf Wolke 7 und der Durchbruch, den ich erlebt hatte, veränderte mein ganzes Denken. Die Botschaft: Gott liebt mich und nimmt mich an, mit allem, was ich bin/habe/denke/tue. Es war also die Erfahrung, die man „Gnade“ nennt.

Und ja, natürlich hatte ich diese Botschaft schon früher gehört, ich war Christ, seit ich denken kann, ich hatte mich bekehrt, ich lebte mein Leben mit Jesus. Aber trotzdem hatte ich – vielleicht gerade aufgrund meiner christlichen Prägung – einen bestimmten Lebensstil als richtig und Gott wohlgefällig ausgemacht und wann immer ich hinter diesem zurückblieb, hielt ich mich für vom Weg abgekommen oder einen Christen zweiter Klasse. In diesem Sommer verstand ich, dass dies allein meine eigenen Maßstäbe waren, die ich häufig von anderen Christen übernommen hatte, und dass sie nichts damit zu tun hatten, wie Gott mich sah und vor allem, wie er mich liebte. Es gibt mit Gott nicht den Plan B für das eigene Leben, sondern Gott geht jeden Weg mit mir mit. Punkt.

Diese Botschaft fiel vor fünf Jahren richtig tief in mein Herz und lässt sich auch nicht mehr herausreißen. Ich fing an, sie in allen Konsequenzen durchzubuchstabieren: Was hieß das für meine Beziehungen, Lebenentscheidungen, für meinen Umgang mit einem bestimmten verhaltensorientierten Christentum, für mein Verhältnis zu mir selbst?

Ein Beispiel dafür ist meine Perspektive auf Körper und Schönheit. Schon einmal schrieb ich in diesem Blog über Schönheitsideale und ich denke, einen wesentlichen Beitrag zu meiner Haltung lieferte mir dieser Sommer. Einige Tage nach Freakstock saß ich nämlich auf meinem Bett und beschloss, nicht mehr schlecht über meinen Körper zu sprechen. Eine einzige, klare Entscheidung ohne Wenn und Aber. Wenn Gott nicht zögert, in mir zu wohnen – mein Körper als sein Tempel, heißt es in der Bibel – wer bin ich dann, dass ich selbst Teile von mir ablehne? Gott nimmt mich an, wie ich bin, also will ich mich auch selbst annehmen. Diese körperbezogene Konsequenz war so wirkungsvoll, wie ich es kaum erwartet hätte, und hatte ganz eigene Folgen, für die ich sehr dankbar bin.

Vieles könnte ich hier noch beschreiben, aber vermutlich genügt es schon, um euch einen Eindruck von diesem lebensverändernden Sommer zu geben. Vielleicht habt ihr auch schon Ähnliches erlebt, wie sich eure Perspektive so ändert, dass es euer ganzes Leben durcheinanderwirbelt, wie ihr hinter die Veränderung nicht mehr zurück könnt und auf einmal so viel freier und glücklicher seid, ohne dass sich im Äußeren etwas verändert hätte. Mir brachte der Sommer vor fünf Jahren jedenfalls eine neue Gottesbeziehung ohne Schuld und Scham, voller Liebe, Gnade und Annahme. Und das wirkte tief in alle Bereiche meines Lebens – bis heute.

Das ist nicht Sommer mehr

Das ist nicht Sommer mehr, das ist September…Herbst;
diese großen weichen Wolken am Himmel,
diese feinen weißen Spinnwebschleier in der Ferne
und hinter den Gärten mit den Sonnenblumen
der ringelnde Rauch aufglimmender Krautfeuer
und diese süße weiche Müdigkeit und diese
frohe ruhige Stille überall und trotzdem wieder
diese frische, satte, erntefreudige, herbe Kraft…
das ist nicht Sommer…das ist Herbst.

Cäsar Otto Hugo Flaischlen

Über Wahrheit und Schönheit.

Dieser Beitrag ist ein Zwischenspiel in Verbindung mit dem Emergent Forum, in das ich letztes Wochenende hochgradig involviert war. Meine regelmäßigen Leser*innen mögen es mir nachsehen, dass ich auf Einleitung und Hinführung verzichte. Wer sich über die Veranstaltung informieren will, darf gern das Internet nutzen, aber ich möchte direkt zum Punkt kommen und mich mit einer Aussage aus Christinas Vortrag auseinandersetzen.

Hören wir doch auf, etwas falsch oder richtig zu finden.
Fangen wir wieder an, etwas schön zu finden.

Natürlich reiße ich den Satz jetzt aus seinem Kontext und gerade deshalb will ich zuerst versuchen, die Stoßrichtung aufzuzeigen, aus der ich ihn verstehe und sogar unterschreiben kann. Vor ein paar Wochen beantwortete ich eine Presseanfrage dazu, wie die Jesus Freaks sich zu anderen Religionen verhalten, ob diese als alternativer Weg ok/seligmachend/heilsversprechend/whatever seien und was wir überhaupt so von anderen religiösen Praktiken halten. In meiner Antwort machte ich deutlich, dass die meisten Jesus Freaks, die ich kenne, sich nicht sonderlich mit anderen Religionen als möglichem Heilsweg befassen, aber durchaus den Andersgläubigen mit Respekt und Wertschätzung begegnen. Ich schrieb über das Festhalten am Eigenen ohne Abwertung des anderen und zitierte dabei auch eine Mitchristin mit: „Ob es noch eine andere göttliche Wahrheit gibt, ist mir egal, ich gehe mit Jesus.“
Wenn es um den Kontakt und das Gespräch mit anderen Religionen geht, ist der Wahrheitsbegriff oft schwierig, weil „wahr“ in unserer Logik sofort sein Gegenteil „falsch“ hervorholt. Es scheint fast, als könne ich nicht über meine eigene Religion als „wahr“ sprechen, ohne gleichzeitig eine andere Religion als „falsch“ abzulehnen. Meines Erachtens muss das aber nicht so sein. Anstatt mit Aussagen wie „Unseres ist richtig, eures ist falsch.“ zu operieren, will ich vielmehr das Eigene erklären, groß machen, mit Überzeugung und Hingabe vertreten oder, wie Christina sagte, davon schwärmen. All das ist möglich, ohne das Gegenüber mit seiner Glaubenserfahrung abzuwerten.

Auf der anderen Seite jedoch löst die oben zitierte Aussage Bauchschmerzen bei mir aus. Auch dazu eine kurze Anekdote: Als ich Anfang 20 war, begegnete ich einem jungen Neonazi, wir gingen zusammen spazieren und unterhielten uns über unsere Leben und unsere Überzeugungen. Ich wollte natürlich wissen, warum er sich der rechten Szene angeschlossen hatte und auch, woran er glaube. Daraufhin erzählte er mir Geschichten aus der alten gemanischen Mythologie und zeigte mir auch seine Halskette mit einem entsprechenden Symbol. Nach einiger Zeit frage ich ihn dann: „Glaubst du denn daran?“ und er antworte: „Glauben? Nun ja, lass es mich so sagen: Ich finde es schön, einen schönen Gedanken.“
Worauf ich damit hinauswill? In der Innenperspektive meiner eigenen Religion reicht es mir nicht, einen Gedanken bloß schön zu finden. Ich will auf den Wahrheitsbegriff nicht verzichten – und sei es nur in seiner geringsten Form als subjektive, erlebte Wahrheit, als ein „Ich erlebe das als wahr, als sinnvoll, bedeutend, tragfähig für mein Leben.“ Mir reicht es nicht aus, die Auferstehung schön zu finden. „Schön“ ist mir hier zu oberflächlich, das ästhetische Empfinden zu beliebig und  – um Christina mit diesem Beitrag nun nicht Unrecht zu tun – es trifft m.E. auch nicht ihre Überzeugung. Wir haben an dem Wochenende viel über Gnade gesprochen, die von Gott kommt und zuvorkommend, mächtig, stark ist, sodass man selbst sich gar nicht entziehen kann. Eine solche existentielle Erfahrung will ich nicht nur über Schönheit artikulieren.

Ich könnte jetzt ein harmonisierendes Fazit schreiben und darüber nachdenken, für wie viele Menschen es vielleicht sinnvoll und hilfreich ist, dieses Starkmachen des Eigenen ohne Abwertung des anderen in genau diesen Worten zu hören und zu denken. Trotzdem will ich festhalten, dass Wahrheit und Schönheit nicht gegeneinander ausgespielt werden müssen, dass die geforderte Akzentverlagerung ihre Grenzen hat und dass die Dichotomie von richtig und falsch nicht in jedem Leben zu einem Schwarz-Weiß-Denken führt, sondern dass „wahr“ und „richtig“ meinen eigenen Glauben auch auf einer notwendigen, tieferen Ebene verankern können.

#augustbreak2016 – August was…


Ich blicke zurück auf einen wahren Sommermonat.
In der ersten Monatshälfte gab es einiges für mich zu tun, denn ich musste vorarbeiten für die Urlaubszeit und natürlich auch manche Vorbereitungen treffen. Trotzdem blieb Zeit, um Freunde zu besuchen oder in den Park zu gehen. Auch wenn ich dabei schon den Herbst in der Luft erschnuppern konnte, war mir dank zweiwöchigem Urlaub im Süden noch viel Sonne mit Strand, Meer und blauem Himmel beschert. Mein persönlicher Höhepunkt ist der Nachmittag, an dem wir auf unserer Fahrt an die Westküste in eine Art Jahrmarkt hineingerieten, der mit singenden Männern, Landfrauenverein und dem Verkauf von so ziemlich allem, was man sich vorstellen kann, ein wirklich einmaliges Erlebnis war. Aber auch die Pool-, Strand- und Städtetage sind natürlich nicht zu verachten ;)
So lautet mein Fazit: Der August war wunderschön!

#augustbreak2016 – Favourite mug

Ich könnte euch, wäre ich zuhause, mühelos meine Lieblingstasse präsentieren. Ich habe sie nicht, weil sie besonders schön ist, sondern weil ich sie von meinem Patenkind vor einigen Jahren geschenkt bekam. Sie hat eine gute Größe und ist glücklicherweise recht stabil.
Allerdings schreit mir dieses Stichwort gerade viel zu laut „Wohlstandsgesellschaft“ ins Gesicht. Nach der Lieblingstasse zu fragen, setzt voraus, dass das Gegenüber mehrere Tassen besitzt, aus denen es vermutlich verschiedene Getränke wie Kaffee oder Tee trinkt. Dabei haben viele Menschen nicht mal Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Menschen auf der Flucht leben von der Hand in den Mund, Familien teilen sich das Lebensnotwendigste.

Aus einem Berg an Geschirr hingegen die liebste Tasse auszuwählen, zeigt zumindest mir einmal mehr, wie privilegiert ich bin. Ich bin so reich, dass ich mir als Tourist gleich alle drei Tassen kaufen könnte, die ich heute in einem kleinen Laden entdeckt habe. Kurz habe ich gezögert, ob mir die obere als Kitsch nur ein müdes Lächeln entlocken soll oder sie eine ernst gemeinte Aufforderung darstellt. Erstrebenswert ist es jedenfalls:
„Make art, not war.“

#augustbreak2016 – I am…

Ich bin lieber im Urlaub als meine #augustbreak2016-Beiträge aufzuholen. Erst war das Datenvolumen aufgebraucht, dann hatte ich zwar wunderbare Fotos, aber auf der falschen Kamera (kein Kabel, kein Kartenlesegerät) und schließlich (= etwa 5 Sekunden später) habe ich beschlossen, mich auf das sogenannte Real Life zu konzentrieren. Daher heute nur dieser kurze Beitrag, obwohl ich zu Oranges schon eine Idee und zu Little ein traumschönes Bild habe. Aber das gibt’s einfach von Zuhause aus nachgeliefert, sodass der August dann etwas länger dauert (auch nicht schlecht).

Also, wenn ihr mich sucht: Ich bin abgetaucht / im Pool / in meine Urlaubslektüre versunken / beim Essen / auf einem Road Trip quer durch Istrien / mit dem Einkauf von Schnaps beschäftigt / Boot fahren / den Sommer genießen.
(Der Herbst und die Arbeit kommen früh genug.)

Wer weiß schon, was passiert,
wenn’s wieder Winter wird
Ich werf‘ mich in die Wellen,
schau‘, wohin der Wind mich führt
Um dann ohne Plan auf unsrer Insel zu stranden
Ich will einen Sommer lang nur tanzen.

Raph Elle schreibt heute über die eigene Widersprüchlichkeit, für mich sehr verständlich :)

#augustbreak2016 – Peaceful

Acht Sekunden Seelenruhe, oder: Kuhranzennacht in Kroatien.

Gestern Abend lag ich im Trampolin und genoss den Ausblick auf einen phänomenalen Sternenhimmel. Die Grillen zirpten ihr Nachtkonzert, der dünne Stoff auf meiner Haut sorgte mit der Restwärme eines sonnigen Tages für eine angenehme Temperatur und ein leises Lüftchen wehte durch den Garten. Peaceful – friedlich, was könnte dafür besser passen als dieser Moment?

Da meine Kamera nicht gut genug für Millionen und Abermillionen von Sternen und anderem astronomischem Gedöns ist, müsst ihr nun leider in den schwarzen Nachthimmel starren. Dafür ist das Grillengezirpe jedoch gut zu hören.

[Raph Elle ist schon schlafen gegangen… und gibt Tipps für friedlichen Schlaf.]

#augustbreak2016 – Three

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Drei Generationen, drei Ehepaare, drei Haushalte am dritten Urlaubstag.

Das sind also die Menschen, die ich auch noch in 30 Jahren kennen werde, dachte ich gestern, als wir abends zusammen auf der Terrasse saßen. Das Konzept Schwiegerfamilie ist wirklich ein seltsames. Da kommen Menschen in dein Leben und bleiben einfach – ohne, dass du sie bewusst eingeladen hast. Natürlich kannst du wie bei allen Beziehungen entscheiden, wieviel an Nähe oder Distanz du willst. Dennoch bleiben sie durch den gewählten Partner mit dir verbunden.

Ich habe es mit meiner Schwiegerfamilie ziemlich gut getroffen – klar, sonst wäre ich wohl nicht mit ihnen in den Urlaub gefahren, der ja bekanntlich jeder noch so guten Freundschaft ein Ende setzen kann. Im echten Leben wohnen wir nah genug, um spontan für 1-2 Tage vorbeizukommen, und weit genug, um diesen Besuch auch anzukündigen. Wir haben schon ein paar Jahre und Umzüge miteinander verbracht, um zu wissen, wann man Dinge besser in Watte packt und wann man mit der Tür ins Haus fallen darf. Auf drei Worte reduziert, würde ich alle als freundlich, humorvoll und großzügig beschreiben – drei Eigenschaften, von denen auch der Rest der Menschheit gern mehr haben dürfte :-)

[Raph Elle stellt euch heute drei Serien vor, in denen Frauen im Mittelpunkt stehen. Für Serienjunkies ein Muss!]

#augustbreak2016 – My face

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Normalerweise verberge ich mich in Wörtern und ich weiß auch nicht, was ein Gesicht darüber hinaus noch aussagen soll. Doch ja, auch das bin ich und neben einem kritischen Blick wird mir ein freundliches Gesicht nachgesagt, das zumeist ein Lächeln für bekannte und unbekannte Andere hat.
Ich bin selbst noch ein wenig überrascht, wie leicht es mir fällt, dieses Bild von mir zu veröffentlichen, aber 4 Jahre Bloggen haben wohl ihr Übriges getan.
Weiterhin entspannte Sommergrüße!

[Bei Raph Elle gibt’s heute handgemachte Kosmetik für’s Gesicht.]

#augustbreak2016 – Squares

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Nach Quadraten musste ich heute nicht lange suchen – sie tauchten direkt vor meiner Nase auf. Durch das vorgegebene Stichwort verpasst ihr nun leider den fabelhaften Blick aufs Meer, den wir von unserer Picknickdecke aus hatten.
Im See baden ist schon schön, doch im großen, weiten Meer zu schwimmen ist für mich nahezu unübertroffen. Ich sende euch entspannte Grüße aus einem gelungenen zweiten Urlaubstag!

Ps. Schaut bei Raph Elle vorbei, bei ihr gibt’s einen wunderbaren Rant ;)

#augustbreak2016 – Today is…

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Heute ist Reisetag, daher klingt dieser Beitrag sicher ein wenig nach Schulaufsätzen wie „Mein schönstes Ferienerlebnis“. (Nebenbei bemerkt ist dies mein erster Blogpost, den ich komplett vom Handy schreibe – ich hoffe, es sieht am Ende trotzdem nach was aus….) Die Nacht war kurz bzw. nicht vorhanden, da wir zuvor noch meinen Mann von der Arbeit abholen mussten. So hieß es für mich aufstehen um halb 2 und schließlich Abfahrt in den Urlaub um halb 5. Ich war froh, erstmal eine Runde im Auto schlafen zu können. Auf dem Rastplatz gab es für alle ein reichhaltiges Frühstück, das wir uns eingepackt hatten: Brot, Brötchen, Käse, Wurst, gekochte Eier, Tomaten, Gurken, selbstgebackener Hefezopf… Da ich im Vorfeld schon Vignetten und Sondermautgebühren bezahlt hatte, kamen wir mit nur wenigen weiteren Stops (und so gut wie keinem Stau, auch schön!) heute Nachmittag am Zielort an. Nun bin ich zugegebenermaßen ziemlich müde, blicke aber dennoch mit Freude und ein wenig Spannung einem zweiwöchigen Familienurlaub entgegen. (Nur die Katze vermisse ich natürlich, aber wer hätte da auch etwas anderes vermutet…)
Heute ist… ein anstrengender, aber durchaus schöner erster Urlaubstag.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

[Bei Raph Elle ist heute Ausbruchsstimmung, das erinnert mich stark an #4 Spontan wegfahren I.]

#augustbreak2016 – Clouds


Ein Schnappschuss von gestern, an dem mir besonders der Kontrast von Wolken und Blättern gefällt. Ansonsten hab ich aufgrund akuter Urlaubsvorbereitungen die letzten beiden Stichwörter verpasst, mir aber über „5 years ago“ schon einige Gedanken gemacht, sodass ich den Beitrag später nachreichen werde. Den nächsten Post gibt’s dann schon aus dem Urlaubsort (wenn es mir dann gelungen ist, mich von der Katze zu verabschieden…).

Weitere wolkige Aussichten finden sich bei Raph Elle.

#augustbreak2016 – Bedroom window

Mein schönstes Schlafzimmerfenster hatte ich in meiner Jugend: Ein Zimmer unter dem Dach mit einem großen Dachfenster, dessen Rollladen ich in manchen Nächten oben ließ, um einen traumhaften Ausblick auf den Sternenhimmel zu genießen. Nun ja, man weiß doch erst als junger Erwachsener in einer Mietwohnung oder gar einem 12qm-Zimmer den Komfort, den die Eltern einem boten, so wirklich zu schätzen. Nicht, dass ich persönlich ein undankbarer Teenie war – Ich beobachte häufig, wie jungen Leuten die Leistung der Eltern erst so richtig bewusst wird, wenn sie anfangen, selbst Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Die Durststrecken, die dabei einfach dazugehören, sind meiner Meinung nach entscheidend für die Entwicklung von Respekt und Genügsamkeit.
Heute wohne ich für meine Begriffe recht komfortabel zur Miete. Wie ich in meinem 6-Uhr-Beitrag schon schrieb, genieße ich morgens den Ausblick auf mein Bücherregal, was die gleichzeitige Konfrontation mit meinem Arbeitsplatz deutlich abmildert. Ich freue mich täglich an meiner Schreibtischlampe und den duftigen Vorhängen vor dem Fenster.

[Bei Raph Elle findet ihr heute Schlafzimmerfenster zum Träumen.]

#augustbreak2016 – Breathe

„Erstmal tief durchatmen“ – diesen Satz hört und liest man von mir häufiger. Ich habe in diesem Blog schon mehrfach ein Lob auf die Langsamkeit gesungen (hier, hier und hier) und es scheint, als ändern drei Atemzüge manchmal die Welt. Tempo rausnehmen, Stress reduzieren, einatmen, ausatmen, fertig.
Dabei ist das Wort, das mir zu breathe als erstes einfiel: beten. Irgendwie hängen Beten und Atmen in meinem Kopf zusammen, was vor allem an dieser Erfahrung liegt. Ich atme eine andere Realität und ja, Beten ist für mich wie Atmen: natürlich, fast schon automatisch und ohne Nachzudenken bewege ich mich in der Gewissheit, ein Kind Gottes zu sein. Manchmal bin ich selbst überrascht davon, dass ich das glauben kann und wieviel Kraft es mir gibt.
Und weil atmen und beten Zeit brauchen, gibt es heute kein Bild, sondern ein Video. 4 Minuten 23 Sekunden. Ganz ohne Gequatsche, nur zum Genuss, und auch für Andersgläubige geeignet.

Ausführlicher geht es zum Thema „Breathe!“ bei Raph Elle zu (inklusive Anleitung zur tiefen Bauchatmung).