#augustbreak2016 – Favourite mug

Ich könnte euch, wäre ich zuhause, mühelos meine Lieblingstasse präsentieren. Ich habe sie nicht, weil sie besonders schön ist, sondern weil ich sie von meinem Patenkind vor einigen Jahren geschenkt bekam. Sie hat eine gute Größe und ist glücklicherweise recht stabil.
Allerdings schreit mir dieses Stichwort gerade viel zu laut „Wohlstandsgesellschaft“ ins Gesicht. Nach der Lieblingstasse zu fragen, setzt voraus, dass das Gegenüber mehrere Tassen besitzt, aus denen es vermutlich verschiedene Getränke wie Kaffee oder Tee trinkt. Dabei haben viele Menschen nicht mal Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Menschen auf der Flucht leben von der Hand in den Mund, Familien teilen sich das Lebensnotwendigste.

Aus einem Berg an Geschirr hingegen die liebste Tasse auszuwählen, zeigt zumindest mir einmal mehr, wie privilegiert ich bin. Ich bin so reich, dass ich mir als Tourist gleich alle drei Tassen kaufen könnte, die ich heute in einem kleinen Laden entdeckt habe. Kurz habe ich gezögert, ob mir die obere als Kitsch nur ein müdes Lächeln entlocken soll oder sie eine ernst gemeinte Aufforderung darstellt. Erstrebenswert ist es jedenfalls:
„Make art, not war.“

#augustbreak2016 – I am…

Ich bin lieber im Urlaub als meine #augustbreak2016-Beiträge aufzuholen. Erst war das Datenvolumen aufgebraucht, dann hatte ich zwar wunderbare Fotos, aber auf der falschen Kamera (kein Kabel, kein Kartenlesegerät) und schließlich (= etwa 5 Sekunden später) habe ich beschlossen, mich auf das sogenannte Real Life zu konzentrieren. Daher heute nur dieser kurze Beitrag, obwohl ich zu Oranges schon eine Idee und zu Little ein traumschönes Bild habe. Aber das gibt’s einfach von Zuhause aus nachgeliefert, sodass der August dann etwas länger dauert (auch nicht schlecht).

Also, wenn ihr mich sucht: Ich bin abgetaucht / im Pool / in meine Urlaubslektüre versunken / beim Essen / auf einem Road Trip quer durch Istrien / mit dem Einkauf von Schnaps beschäftigt / Boot fahren / den Sommer genießen.
(Der Herbst und die Arbeit kommen früh genug.)

Wer weiß schon, was passiert,
wenn’s wieder Winter wird
Ich werf‘ mich in die Wellen,
schau‘, wohin der Wind mich führt
Um dann ohne Plan auf unsrer Insel zu stranden
Ich will einen Sommer lang nur tanzen.

Raph Elle schreibt heute über die eigene Widersprüchlichkeit, für mich sehr verständlich :)

#augustbreak2016 – Peaceful

Acht Sekunden Seelenruhe, oder: Kuhranzennacht in Kroatien.
So könnte der Titel dieses Videos lauten, dessen Hochladen mich gerade an die Grenzen meiner Geduld gebracht hat.

Gestern Abend lag ich im Trampolin und genoss den Ausblick auf einen phänomenalen Sternenhimmel. Die Grillen zirpten ihr Nachtkonzert, der dünne Stoff auf meiner Haut sorgte mit der Restwärme eines sonnigen Tages für eine angenehme Temperatur und ein leises Lüftchen wehte durch den Garten. Peaceful – friedlich, was könnte für dafür besser passen als dieser Moment?

Da meine Kamera nicht gut genug für Millionen und Abermillionen von Sternen und anderem astronomischem Gedöns ist, müsst ihr nun leider in den schwarzen Nachthimmel starren. Dafür ist das Grillengezirpe jedoch gut zu hören.

[Raph Elle ist schon schlafen gegangen… und gibt Tipps für friedlichen Schlaf.]

#augustbreak2016 – Three

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Drei Generationen, drei Ehepaare, drei Haushalte am dritten Urlaubstag.

Das sind also die Menschen, die ich auch noch in 30 Jahren kennen werde, dachte ich gestern, als wir abends zusammen auf der Terrasse saßen. Das Konzept Schwiegerfamilie ist wirklich ein seltsames. Da kommen Menschen in dein Leben und bleiben einfach – ohne, dass du sie bewusst eingeladen hast. Natürlich kannst du wie bei allen Beziehungen entscheiden, wieviel an Nähe oder Distanz du willst. Dennoch bleiben sie durch den gewählten Partner mit dir verbunden.

Ich habe es mit meiner Schwiegerfamilie ziemlich gut getroffen – klar, sonst wäre ich wohl nicht mit ihnen in den Urlaub gefahren, der ja bekanntlich jeder noch so guten Freundschaft ein Ende setzen kann. Im echten Leben wohnen wir nah genug, um spontan für 1-2 Tage vorbeizukommen, und weit genug, um diesen Besuch auch anzukündigen. Wir haben schon ein paar Jahre und Umzüge miteinander verbracht, um zu wissen, wann man Dinge besser in Watte packt und wann man mit der Tür ins Haus fallen darf. Auf drei Worte reduziert, würde ich alle als freundlich, humorvoll und großzügig beschreiben – drei Eigenschaften, von denen auch der Rest der Menschheit gern mehr haben dürfte :-)

[Raph Elle stellt euch heute drei Serien vor, in denen Frauen im Mittelpunkt stehen. Für Serienjunkies ein Muss!]

#augustbreak2016 – My face

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Normalerweise verberge und zeige ich mich in Wörtern und ich weiß auch nicht, was ein Gesicht darüber hinaus noch aussagen soll. Doch ja, auch das bin ich und neben einem kritischen Blick wird mir ein freundliches Gesicht nachgesagt, das zumeist ein Lächeln für bekannte und unbekannte Andere hat.
Ich bin selbst noch ein wenig überrascht, wie leicht es mir fällt, dieses Bild von mir zu veröffentlichen, aber 4 Jahre Bloggen haben wohl ihr Übriges getan.
Weiterhin entspannte Sommergrüße!

[Bei Raph Elle gibt’s heute handgemachte Kosmetik für’s Gesicht.]

#augustbreak2016 – Squares

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Nach Quadraten musste ich heute nicht lange suchen – sie tauchten direkt vor meiner Nase auf. Durch das vorgegebene Stichwort verpasst ihr nun leider den fabelhaften Blick aufs Meer, den wir von unserer Picknickdecke aus hatten.
Im See baden ist schon schön, doch im großen, weiten Meer zu schwimmen ist für mich nahezu unübertroffen. Ich sende euch entspannte Grüße aus einem gelungenen zweiten Urlaubstag!

Ps. Schaut bei Raph Elle vorbei, bei ihr gibt’s einen wunderbaren Rant ;)

#augustbreak2016 – Today is…

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Heute ist Reisetag, daher klingt dieser Beitrag sicher ein wenig nach Schulaufsätzen wie „Mein schönstes Ferienerlebnis“. (Nebenbei bemerkt ist dies mein erster Blogpost, den ich komplett vom Handy schreibe – ich hoffe, es sieht am Ende trotzdem nach was aus….) Die Nacht war kurz bzw. nicht vorhanden, da wir zuvor noch meinen Mann von der Arbeit abholen mussten. So hieß es für mich aufstehen um halb 2 und schließlich Abfahrt in den Urlaub um halb 5. Ich war froh, erstmal eine Runde im Auto schlafen zu können. Auf dem Rastplatz gab es für alle ein reichhaltiges Frühstück, das wir uns eingepackt hatten: Brot, Brötchen, Käse, Wurst, gekochte Eier, Tomaten, Gurken, selbstgebackener Hefezopf… Da ich im Vorfeld schon Vignetten und Sondermautgebühren bezahlt hatte, kamen wir mit nur wenigen weiteren Stops (und so gut wie keinem Stau, auch schön!) heute Nachmittag am Zielort an. Nun bin ich zugegebenermaßen ziemlich müde, blicke aber dennoch mit Freude und ein wenig Spannung einem zweiwöchigen Familienurlaub entgegen. (Nur die Katze vermisse ich natürlich, aber wer hätte da auch etwas anderes vermutet…)
Heute ist… ein anstrengender, aber durchaus schöner erster Urlaubstag.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

[Bei Raph Elle ist heute Ausbruchsstimmung, das erinnert mich stark an #4 Spontan wegfahren I.]

#augustbreak2016 – Clouds


Ein Schnappschuss von gestern, an dem mir besonders der Kontrast von Wolken und Blättern gefällt. Ansonsten hab ich aufgrund akuter Urlaubsvorbereitungen die letzten beiden Stichwörter verpasst, mir aber über „5 years ago“ schon einige Gedanken gemacht, sodass ich den Beitrag später nachreichen werde. Den nächsten Post gibt’s dann schon aus dem Urlaubsort (wenn es mir dann gelungen ist, mich von der Katze zu verabschieden…).

Weitere wolkige Aussichten finden sich bei Raph Elle.

#augustbreak2016 – Bedroom window

Mein schönstes Schlafzimmerfenster hatte ich in meiner Jugend: Ein Zimmer unter dem Dach mit einem großen Dachfenster, dessen Rollladen ich in manchen Nächten oben ließ, um einen traumhaften Ausblick auf den Sternenhimmel zu genießen. Nun ja, man weiß doch erst als junger Erwachsener in einer Mietwohnung oder gar einem 12qm-Zimmer den Komfort, den die Eltern einem boten, so wirklich zu schätzen. Nicht, dass ich persönlich ein undankbarer Teenie war – Ich beobachte häufig, wie jungen Leuten die Leistung der Eltern erst so richtig bewusst wird, wenn sie anfangen, selbst Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Die Durststrecken, die dabei einfach dazugehören, sind meiner Meinung nach entscheidend für die Entwicklung von Respekt und Genügsamkeit.
Heute wohne ich für meine Begriffe recht komfortabel zur Miete. Wie ich in meinem 6-Uhr-Beitrag schon schrieb, genieße ich morgens den Ausblick auf mein Bücherregal, was die gleichzeitige Konfrontation mit meinem Arbeitsplatz deutlich abmildert. Ich freue mich täglich an meiner Schreibtischlampe und den duftigen Vorhängen vor dem Fenster.

[Bei Raph Elle findet ihr heute Schlafzimmerfenster zum Träumen.]

#augustbreak2016 – Breathe

„Erstmal tief durchatmen“ – diesen Satz hört und liest man von mir häufiger. Ich habe in diesem Blog schon mehrfach ein Lob auf die Langsamkeit gesungen (hier, hier und hier) und es scheint, als ändern drei Atemzüge manchmal die Welt. Tempo rausnehmen, Stress reduzieren, einatmen, ausatmen, fertig.
Dabei ist das Wort, das mir zu breathe als erstes einfiel: beten. Irgendwie hängen Beten und Atmen in meinem Kopf zusammen, was vor allem an dieser Erfahrung liegt. Ich atme eine andere Realität und ja, Beten ist für mich wie Atmen: natürlich, fast schon automatisch und ohne Nachzudenken bewege ich mich in der Gewissheit, ein Kind Gottes zu sein. Manchmal bin ich selbst überrascht davon, dass ich das glauben kann und wieviel Kraft es mir gibt.
Und weil atmen und beten Zeit brauchen, gibt es heute kein Bild, sondern ein Video. 4 Minuten 23 Sekunden. Ganz ohne Gequatsche, nur zum Genuss, und auch für Andersgläubige geeignet.

Ausführlicher geht es zum Thema „Breathe!“ bei Raph Elle zu (inklusive Anleitung zur tiefen Bauchatmung).

#augustbreak2016 – Unicorn

Nachdem mich die beiden Einhornexpertinnen @FrauAuge und @eidottergelb schändlich im Stich gelassen haben, stehe ich nun da: Ohne Einhornbild, ohne Einhornwissen und ja, auch ohne Einhornliebe. Ich weiß nicht, ob mir ganz allgemein der Sinn für Fabelwesen fehlt oder ob es der Mangel an kitschigen Kindheiterinnerungen ist, aber ich habe keine Ahnung, was eure Faszination für Einhörner ausmacht. Ich habe überhaupt generell KEINE AHNUNG VON EINHÖRNERN. Also gibt es heute leider kein Bild für euch und ich verabschiede mich wieder ins REAL LIFE.
Mit den besten Grüßen an alle Einhornfans.
Mathilda

PS. Raph Elle hat zu diesem Thema deutlich mehr zu sagen. Schön! :-D

#augustbreak2016 – Love is…

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Liebe ist etwas, das nicht verborgen bleibt.
Liebe will raus und sie will das Beste für den anderen. Daher findet sie immer wieder Wege, sich zu zeigen: Im Zuhören und Helfen, in gemeinsamem Lachen, in Loyalität. Im unermüdlichen Dasein, in Geschenken und kleinen Gesten, in aufmunternden Worten oder einer liebevollen Umarmung.

Gary Chapman prägte den Begriff von den „5 Sprachen der Liebe“: Lob und Anerkennung, Zweisamkeit, Geschenke, Hilfsbereitschaft, Zärtlichkeit. Jeder Mensch drücke seine Liebe mit unterschiedlichem Schwerpunkt durch diese Sprachen aus und fühle sich vor allem dann geliebt, wenn ihm dies in „seiner“ Sprache gezeigt würde. Dieses Konzept halte ich für einleuchtend und mit etwas Reflexion und Kommunikation kann es das gemeinsame Leben erleichtern.

Auf dem Bild seht ihr einen Brief meines damals 11jährigen Patenkindes, der mich bis heute beeindruckt. Vor ein paar Jahren war mein Mann kurzzeitig arbeitslos und so lief es finanziell nicht gerade rund bei uns. Als mein Patenkind das mitbekam, spazierte er schnurstracks in sein Zimmer und kam mit 20 Euro wieder, die er uns ganz unbedingt schicken wollte. Seine Mutter zögerte kurz, konnte es ihm aber nicht guten Gewissens verweigern. Denn er hatte sehr genau verstanden, worum es ging: Wenn jemand gerade weniger hat, dann geben wir ihm etwas ab, und wenn wir selbst Hilfe brauchen, werden wir sie auch bekommen.

Solidarität im Alltag – auch das ist Liebe.

#augustbreak2016 – 6 o’clock

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6 Uhr morgens an einem Samstag! Also wer da ein anderes Bild von mir erwartet als Bettdecke und Katze, der lebt auf dem falschen Planeten. Im ersten Moment dachte ich noch „Vergiss es“, aber dann war mein Ehrgeiz geweckt und ich stellte mir den Wecker. Da es sich die Katze auf mir gemütlich gemacht hatte, blieb mir nur ein Schnappschuss mit dem Handy. Ich denke, die Umrisse lassen sich erkennen.

6 Uhr, das heißt für mich wirklich früher Morgen. Selbst zu Schulzeiten klingelte mein Wecker erst um 6.07 Uhr (ich hatte einen Radiowecker und wollte lieber zu Musik als den Nachrichten aufwachen). Nur als ich während des Studiums eine Zeit lang für den Bäcker Brötchen ausfuhr, musste ich früher aufstehen und war um 6 schon eine ganze Weile auf der Straße. Irgendwie war es schön, den Menschen beim Aufwachen zuzuschauen. Blieb ich im Zeitplan, so traf ich in einer kleinen Bäckerei die immer gleichen Leute. Der Berufsverkehr machte mir nichts aus; wenn es richtig voll wurde, war meine Schicht schon fast vorbei, die Backwaren hoffentlich ausgeladen und ich konnte mich auf mein zweites Frühstück freuen.

[Bei Raph Elle ist „6 o’clock“ mit einigen guten Vorhaben verknüpft.]

#augustbreak2016 – A secret

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Quelle: Excessively Quoted
Zitat: Oscar Wilde – The Picture of Dorian Gray
Kunst: Édouard Manet – Nana

In diesem Sinne verrate ich in diesem Blog ständig kleine Geheimnisse. Ich schreibe darüber, wie ich im Herbst die erste Kastanie finde und wie ich am Morgen eine Tasse Kaffee genieße, welche Spannung in der Luft liegt, wenn ich ohne Geldbeutel, Handy und Schlüssel aus dem Haus gehe und wie ich mir eine Fluchthose genäht habe. Ich versuche, meine Geschichten so zu erzählen, dass sie für mich selbst den Reiz nicht verlieren, dass ich sie weitergebe und ihr Kern dennoch bei mir bleibt. Gelegentlich musste ich die Grenze überschreiten, um festzustellen, dass sie da ist.

Aber Namen verrate ich nicht. Mein Du, an das ich schreibe, ist fiktiv und real zugleich. Das Schreiben bietet mir einen Raum, in dem ich Menschen sagen kann, was ich für sie empfinde, ich nehme die Lupe zur Hand und setze ein Gefühl oder einen Gedanken in einen größeren, erdachten Rahmen. Manchmal wünschte ich, das inspirationsgebende Du würde meine Texte lesen und wissen, dass es gemeint ist. Aber dann gehe ich doch mit Oscar Wildes Romanfigur Basil Hallward und schicke den Luftballon namenlos auf seine Reise.