Belohnung.

Ein Seminarraum, ca. 30 Studenten.
Eine Vorlesung über die Geschichte des Althochdeutschen.

Man spürt die Langeweile und das Gähnen. Einige Studenten kritzeln auf ihren Blöcken. Wenige schreiben aufmerksam mit. Er doziert mit monotoner Stimme. Wer zuhört, dem entlockt seine liebenswürdige Art immer wieder ein leises Lächeln. Ich sage: Man muss sich einlassen auf die Langsamkeit seiner Sätze, auf die Pausen, die Nebensätze. Und wird belohnt.

Die Vorlesung ist eine einzige Belohnung.
Sie bietet: Entspannung, Konzentration, Inspiration. Je nach dem, was ich daraus mache. Ich kann mich einlullen lassen wie von einem Wiegenlied. Ich kann konzentriert an Vorlesungsfremdem arbeiten und mich von der Atmosphäre tragen lassen. Ich kann zuhören und dabei immer wieder kleine Perlen heben, die sich mit der Zeit zu großen Schätzen anreichern.

Unverdient.

Empfangen.

Glück.

2 Gedanken zu „Belohnung.

  1. Pingback: 1 Jahr “Preach it, Baby” (mit Verlosung) | Preach it, Baby!

  2. Pingback: #augustbreak2016 – Breathe | Preach it, Baby!

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