Adventswochenende

Ende November habe ich in einer Gruppe von Leuten zugesagt, an einem virtuellen Adventskalender teilzunehmen und auch einen Impuls beizusteuern. Dazu möchte ich nun mein Blog nutzen.

Schon das zweite Adventswochenende…
Fühlt es sich für euch schon nach Weihnachten an? Nach Advent? Wart ihr schon auf dem Weihnachtsmarkt, beim Weihnachtslieder singen oder letzten Sonntag in einem schönen Adventsgottesdienst?

Woran macht man das überhaupt fest, dass sich etwas „nach Weihnachten“ anfühlt? Am Plätzchenbacken? An einer Stunde der Besinnlichkeit?
Woran machst DU es fest?

Letztes Jahr bin ich über den Satz gestolpert: „Weihnachten kommt plötzlich.“
Irgendwie absurd: Wenn ich bereits am 1. Januar sehe, dass in meinem Kalender die Weihnachtsfeiertage eingetragen sind. Wenn ich vielleicht an zahlreichen Chorproben teilnehme, um am Heiligen Abend oder auch schon davor ausgewählte Lieder vorzutragen. Wenn ich Türchen für Türchen am Adventskalender öffne und die „24“ mir jeden Morgen groß und breit vor der Nase sitzt.

Aber wie oft stimmt es nicht auch? „Weihnachten kommt plötzlich.“
Ich habe auch am 23. noch nicht alle Geschenke beisammen oder stelle auf einmal fest: Ach ja, ich wollte ja noch auf den Weihnachtsmarkt, ich wollte ja noch Freunde treffen, eigentlich wollten wir doch dieses Jahr wichteln,…. usw.

Bei Jesu Geburt gab es wohl nur Maria und Josef, für die Weihnachten nicht ganz so plötzlich kam. Maria war schwanger – und da hat man für gewöhnlich eine gewisse „Vorlaufzeit“, bis das Baby dann auf der Welt ist. Aber für alle anderen? Hat der Wirt denn damit gerechnet, dass in seinem Stall der Heiland der Welt geboren wird? Wussten die Hirten, dass sie ihre Nachtwache unterbrechen würden, um sich auf den Weg zu machen? Na gut, vielleicht hat einer der Sterndeuter schon Jahre zuvor die Konstellation vorausgesehen oder errechnet (und wurde dafür von den anderen für verrückt gehalten ;-)).

Gott kommt auf die Welt. Wenn man schon das Alte Testament nach Hinweisen auf die Geburt Jesu durchforstet, wird man denken: Seit Tausenden von Jahren kündigt er es an. Wenn man Maria heißt und eine persönliche Engelsnachricht bekommt, ja, dann weiß man auch Bescheid (naja, zumindest ein wenig). Aber trotzdem hat Gottes Kommen auf die Welt immer auch etwas Plötzliches. Etwas Überraschendes. Etwas, womit man nicht gerechnet hat.

Gott ist nicht an den 24. Dezember gebunden. Oder an den Weihnachtsmorgen. Oder an jeden anderen Tag, der für dich in der Tradition steht, sich nach Weihnachten anzufühlen. Gott ist überhaupt an gar keine Tradition gebunden.

Er kann jetzt, in dieser Sekunde, an deiner Tür stehen. Oder nächste Woche, mitten im Getümmel, an dein Herz klopfen. Und seine Botschauft lautet immer: „Fürchte dich nicht. Ich bin da.“

Ein Gedanke zu „Adventswochenende

  1. Pingback: Weihnachtstage | Preach it, Baby!

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