Poesie des Fährmanns

Und Narziss schaute ins Wasser und sah nur sich selbst,
ich schaute in das Leben und sah nur mich,
ich erkannte nichts, niemanden und nur Dunkelheit.
Die Welt versank im Kitsch, im Rausch….
Jedes Wort diente der Selbstrechtfertigung,
und es gab niemanden und niemanden,
überall Verrat und Hinterlistigkeit…
Ich lernte niemandem zu trauen,
wo ich vertraute wurde ich betrogen,
wer mir vertraute, den begann ich zu betrügen…
Rausch oder Schmerz – jene Zustände des Menschen
in denen sie sich selbst finden – oder verlieren….
sie fliehen von eins ins andere ….
Die Dunkelheit ist stärker als das Licht….
Verloren, verloren – du hast keine Verantwortung und keine Schuld
– im Nichts bleibt weder ich noch du …
Die Geißel in uns selbst, schlägt und zerreißt,
und die Gedanken fliehen vor sich selbst,
…. stirb Gewissen, stirb Moral ….
stirb du elendes Bewusstsein,
leben ist brennen und verbrennen,
ins Wasser springen und ertrinken.
Elend und Schmach für den der sich nicht traut,
zu springen und auszulöschen das Leben…
Dein Richter ist die Zeit, es klagt dich an das Leben
wenn du es nicht vernichtest.
Worauf wartest du denn noch?

(c) V. M.

2 Gedanken zu „Poesie des Fährmanns

  1. Danke für das Hiersein und Dich öffnen, danke für die Inspiration und geschenkte Selbsterkenntnis.

    Dir das beste jetzt und im neuen Jahr

  2. Pingback: Dorian Gray | Preach it, Baby!

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