Februar – Weiter geht’s!

Ich glaube, jeder kennt diese Situation, wenn man sich schon lange etwas vorgenommen hat und nicht dazu kam, und es weiter aufschiebt und vor sich her schiebt… sich morgens sagt: Heute mach ich es – und abends im Bett liegt: Oh Mist, vergessen. Naja, gut, dann eben morgen…

Ich mag die „Aufschieberitis“ nicht. Ich kann es nicht leiden, Dinge mit mir herumzuschleppen, bei denen der bloße Gedanke daran reicht, mir ein unangenehmes Gefühl zu bereiten. Daher zahle ich meine Rechnungen stets pünktlich, notiere mir im Kalender, wenn ich jemanden anrufen will und wenn ich doch einmal etwas vergesse, versuche ich, es so schnell wie möglich in Ordnung zu bringen. Das ist so vorbildlich, dass es schon fast wieder stinkt.

Trotzdem gibt es auch so eine kleine, aber feine Liste in meinem Kopf, mit Dingen, die ich schon lange erledigen wollte. Ein Brief an eine Freundin (hoffentlich noch Freundin angesichts dessen, wie lange ich mich schon nicht gemeldet habe). Ein Stapel ungelesener Artikel. Und vor allem: eine Reihe an Blogposts, die ich wünschte, schon längst verfasst zu haben.

Es ist so ein Ding mit dem Bloggen. Niemand zwingt mich dazu und wenn ich nicht schreibe, dann schreibe ich eben nicht. Dieses Blog ist eine Plattform, auf der ich mich austoben kann, wie ich es eben möchte. Let it flow… Aber es ist ja nicht so, dass mir die Ideen ausgegangen wären. Eine ganze Reihe an Artikeln sind im Entwurf-Modus stecken geblieben. Manches Mal mit der Frage: Ist das gut genug, interessant genug, überhaupt passend für mein Blog?

Mich würde interessieren, wie es anderen Bloggern damit geht. Wer das hier liest, schreibt mir eure Erfahrungen! Wie sehr nehmt ihr euch vor, Posts zu schreiben, wie sehr lasst ihr euch einfach treiben? Wie wählt ihr eure Themen aus?

Ich persönlich möchte jetzt unter den Entwürfen ein wenig aufräumen. Also schnallt euch an und freut euch auf:

  • die längst versprochene Liebeserklärung an einen besonderen Film
  • once more, Dorian Gray
  • jede Menge inspirierender Zitate, Gedanken und Bilder

Ich freue mich, wenn DU dabei bist!

Mathilda

4 Gedanken zu „Februar – Weiter geht’s!

  1. Liebe Mathilda,
    ich denke, dass es keinen Tag geben wird, an dem man keine unerledigte Dinge hat. Du bist in dieser Hinsicht mehr als perfekt, da du die Dinge zeitnah oder plangemäß erledigst. Früher schaffte ich das auch, nur seitdem man beruflich viel angespannt ist, ist der Drang nach Entspannung und Freizeit nach einem langen und stressigen Tag einfach zu groß. Die To-Do-Liste wächst also. Irgendwann lernt man gelassener zu werden – spätestens, wenn man merkt, dass im Umfeld sich kaum jemand solchen Stress macht und Dinge vor sich her schiebt.
    Ich blogge auch, allerdings nur Reiseberichte, deshalb brauche ich mir im Bezug auf die Artikel keine Gedanken zu machen. Ich wollte zwar auch einen Blog darüber hinaus noch eröffnen, aber dazu fehlt mir leider die Zeit. Ich komme schon mit den Reiseberichten nicht nach. :)
    LG

    • Hey Schnattarina :-)
      Danke für deinen lieben Kommentar. Wir hatten es ja schon davon, auch mal Feierabend zu machen, wenn manche Dinge noch unerledigt sind ;-) Ich glaube auch, ich erscheine da ‚perfekter‘ als ich es tatsächlich bin. Manchmal schaue ich nachmittags einfach 2 Stunden lang Serien auf DVD, wenn ich eigentlich arbeiten wollte. Andererseits arbeite ich dann wiederum auch bis spät, wenn andere Leute längst Feierabend haben. Ich genieße es sehr, mir die Zeit recht frei einteilen zu können und mag das Leben, das ich gerade führen kann, auch wenn ich mir selbst viele Aufgaben aussuche.
      Zum Bloggen: Ja, bei Reiseberichten ist es relativ klar, was man bloggt ;-) Ich finde es auch ein sehr schönes Thema zum Bloggen.
      Liebe Grüße!

  2. Vielen Dank für diesen Post, der kam zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, und hat mich doch ein wenig zum Denken angeregt.

    Ich habe mich schon eine Weile gefragt, was genau ich überhaupt schreiben soll und will. Ich habe es eine Zeit lang versucht, des morgens jeweils meine Gedanken schreibenderweise zu sortieren, aber das wird halt arg uninteressant für andere. Dann habe ich, wie Du, noch einige angedachte Projekte – ich möchte zum Beispiel endlich mal meinen ausgeklügelten Rant über Rechtschreibung btw. richtige Sprache verfassen, aber irgendwie will es eben noch nicht fliessen. Mehrere meiner durchdachteren Texte sind eigentlich Essays, die ich für die Uni geschrieben habe, oder zumindest entsprechend inspiriert, aber ich scheine es ohne den Rahmen der Uni nicht zu schaffen, etwas entsprechendes auf die Beine zu stellen.

    Vieles entsteht aber einfach durch den vielbeschworenen Kuss der Muse – ein Gedankenfetzen schwebt durch meinen Kopf, und will halt ausformuliert und niedergeschrieben werden, meistens wenn ich unterwegs im Zug bin, worauf ich den zu Hause so schnell wie möglich (und nicht selten angetrunken!) in die Tastatur haue. Ich wähle dabei bewusst einen erst halbfertigen, noch nicht zu hundert Prozent zu Ende gedachten Zustand – ein Blog ist kein Buch, und ich finde, wir können das „neue“ Medium auch dahingehend nutzen, das Prozesshaftige des Schreibens sichtbar zu machen, anstelle uns zu sehr auf das Endprojekt zu fokussieren. Ich stelle mir dabei eine Skulptur vor, die an einigen Stellen sehr fein ausgearbeitet ist, an manchen jedoch noch roh belassen, mit den ungeglätteten Hieben des Meissels, der vielleicht auch mal hier und da ausgeglitten ist und eine seltsam zufällige Furche hinterlassen hat, die dem Ganzen eine Bedeutung gibt, die wir in unserer Absicht gar nicht hätten erkennen und begreifen beziehungsweise formen können. Allerdings ist mir bewusst, und das wurde so an mich herangetragen, dass das eine sehr autorenfixierte Sichtweise ist, und womöglich nicht unbedingt besonders leserfreundlich. Ich weiss aber auch nicht recht, wie sehr ich mich daran stören möchte – wer lesen kann, kann es, und wer nicht, dem zu helfen ist nicht unbedingt mein Ding… ;-) Der kann Fotos gucken. Mhm.

    Das wären also einige Gedanken dazu – wie ich es tatsächlich handhaben werde, ist mir noch nicht klar. Auf jeden Fall werde ich mich sicherlich häufiger auf fremden Blogs umtun, um zu schauen, wie das andere handhaben!

    Einen wundervollen Tag wünsche ich Dir!

    Nimue

    • Liebe Nimue,
      hab herzlichen Dank für deinen Kommentar, der mich sehr gefreut hat! Ich lese immer gerne bei dir und warte, was du wohl als nächstes schreiben wirst. Deine Texte über die Farben fand ich soooo faszinierend. Nachdem ich mich ein wenig reingedacht hatte, konnte ich sogar deine Klamottenwahl etwas verstehen ;-)
      Dein Bild von der Skulptur ist interessant – ja, halbfertig reicht hier auf den Blogs wohl auch aus, aber wenn ich über die Schönheit des Halbfertigen nachdenke, dann idealisiere ich es wieder so sehr, als dass das Halbfertige dann schon wieder ein eigenes, zu erreichendes Stadium darstellt ;-) Weißt du, was ich meine? Perfektionist. :-D
      Carpe diem! Mathilda

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