Léon der Profi

Super alter Film, ich weiß. Zumindest für unsere schnelllebige Hollywoodzeit. Nächstes Jahr hat der Film sein 20jähriges Jubiläum und es ist schön und irritierend zu gleich, eine 12jährige Natalie Portman auf der Leinwand zu sehen (bzw. auf dem Bildschirm).

Der Film ist traurig, zuweilen komisch und ein bisschen romantisch ist er auch. Ich finde, man erkennt, dass der Film einen französischen Regisseur hatte (Luc Besson). Dazu der passende Ausspruch von „Jacks“ in „Love & other Disasters“: Nobody goes to the movies for truth except possibly the French!“

Zur Handlung:

Die 12jährige Mathilda verliert ihre Familie, die von korrupten Polizisten aus dem Drogendezernat erschossen wird. Sie hatte weder zu ihrem Vater, noch der Stiefmutter oder der Halbschwestern ein gutes Verhältnis, doch der Verlust ihres kleinen Bruders schmerzt sie sehr. In der Nachbarwohnung lebt Léon, ein Auftragskiller, der für die italienische Mafia arbeitet. Zunächst mit Widerwillen nimmt er Mathilda bei sich auf. Um Rache an den Morden zu nehmen, möchte Mathilda sich von Léon zur Killerin ausbilden lassen. Im Gegenzug bringt sie dem Analphabeten das Lesen und Schreiben bei.

Die beiden Protagonisten gemeinsam zu sehen, ist bezaubernd: den in sich gekehrten, seltsam unreifen Léon, dessen einziger „Freund“ eine Topfpflanze ist, die wie er „keine Wurzeln hat“, und das eigenwillige, tapfere Mädchen Mathilda, das bald Gefühle für ihren großen Retter entwickelt.

Der Film gipfelt in einem actionreichen Finale, in dem Mathilda und Léon erst unabhängig voneinander und schließlich gemeinsam Rache an den Mördern üben. Wie jedoch schon angedeutet, nicht ohne selbst Schaden zu nehmen: Léon wird vom Chef der Einheit erschossen und stirbt, kann jedoch diesem noch eine entsicherte Handgranate“ als „Geschenk von Mathilda“ überreichen. So wird Mathilda nun zur Hüterin der Pflanze, die sie am Ende des Films auf dem Gelände ihrer Internatsschule einpflanzt: „Hier wird es uns gut gehen, Léon.“

Ein gelungener Zusammenschnitt des Films zum Musiktitel aus dem Abspann („Shape of my Heart“ von Sting) fand sich mal hier.

6 Gedanken zu „Léon der Profi

    • Ach, schön! Ist es das gleiche Bild wie im Artikel oder ein anderes? (Vielleicht hast du einen Link?) Sieht ganz so aus, als hätten wir außer Frau Berg einige Gemeinsamkeiten ;-)

      • Fast, es ist dieses: http://bit.ly/XFNWpX
        Und jaja, durchaus denke ich, wir finden die ein oder andere Schnittmenge ;)
        Jean Reno jedenfalls ist für mich in diesem Film der Inbegriff eines unfassbar gut aussehenden Kerls. Ich glaube, Léon hat mein Beuteschema nachhaltig beeinflusst.

      • Das ist ja wirklich sehr ähnlich zu dem Bild im Artikel. Echt top! Ich finde den ganzen Charakter Léon einfach großartig.

  1. Ein ganz großartiger Film, der gehört zu meinen All-Time Top 10.
    Es war mir gar nicht bewusst, dass der demnächst 20 Jahre alt wird. Da merkt man, wie die Zeit vergeht. Aber Natalie Portman ist ja inzwischen auch schon Mutter und Oscar-Gewinnerin – wobei sich letzteres damals schon irgendwie angedeutet hat.

  2. Pingback: 1 Jahr “Preach it, Baby” (mit Verlosung) | Preach it, Baby!

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