Nasskalter Morgen

Schroff klatscht der Regen auf die Straße, Wasserdampf und Dreck steigen hoch zu meinem Fenster. Nasskalter Morgen, der mich nicht begrüßt, sondern mir eher ein Gefühl der Gleichgültigkeit vermittelt.
Ich strecke meinen Kopf aus dem Fenster und schaue hinunter. Die Autos zischen vorbei und haben es heute besonders eilig. Sie gönnen sich keine Blicke nach links oder rechts, wie sie es gestern noch taten. Sie ärgern sich, wenn sie aufgehalten werden und empfinden eine grüne Ampel im dankbarsten Fall als angemessene Entschädigung für den dunkeltrüben Morgen.
Ich trinke einen Schluck Kaffee, der mir sanft über die Lippen gleitet und in meinem Mund heute süß wie Karamell, holzig und weich schmeckt. Er wärmt mich und lässt mich entspannen. Seit wann haben wir diesen guten Kaffee im Haus? Oder ist er mir nur bisher nicht aufgefallen?
Meine Finger umschließen die warme Tasse und ich bin dankbar für diesen Moment. In seiner rauen Art hat mir der Morgen die Sinne geschärft und mir so einen Augenblick des Genusses geschenkt.

2 Gedanken zu „Nasskalter Morgen

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