„Abschied ist die innigste Form menschlichen Zusammenseins.“

Hans Kudszus

Dieses Zitat soll der Start in eine thematische Reihe sein, der ich die folgenden Beiträge widmen möchte. Das Thema ist Abschied… Abschied von einer Freundschaft, Partnerschaft, von der neu gewonnenen Heimat oder von als Illusion erkannten Selbstbildern. Ich bin noch nicht sicher, was mir dazu noch alles so einfallen wird.

Aufgrund vieler Umzüge und Umbrüche habe ich in meinem Leben schon einige Abschiede hinter mich gebracht… auch Abschiede für immer oder zumindest für ein: bis in den Himmel. Manches Mal gab es aber auch unverhoffte Wiedersehen oder ein Wieder-Zusammenfinden mit einer verloren geglaubten Person.

Der Abschied von einem Menschen, den man lieb gewonnen hat, steht meist in der Spannung zwischen Freude und Dankbarkeit für die gemeinsam verbrachte Zeit und Traurigkeit über die bevorstehende Trennung. Gustave Flaubert schreibt dazu: „Beim Abschiednehmen kommt ein Augenblick, in dem man die Trauer so stark vorausfühlt, dass der geliebte Mensch schon nicht mehr bei einem ist.“

Ich bin gespannt, wohin mich dieses Thema in den nächsten Wochen so treiben wird! Seid gerne ein Teil davon und schreibt mir eure Meinung oder Geschichte.

Eure Mathilda

PS. … und nicht die Verlosung vergessen! :-)

3 Gedanken zu „„Abschied ist die innigste Form menschlichen Zusammenseins.“

  1. Das ist ein Timing – mir stehen gerade viele kleine und ein großer Abschied kurz bevor.
    „Ich mag keine Abschiede“ zu sagen scheint mir etwas doof, wer mag das schon. Ich mache den Abschied lieber kurz, weil sonst die Gefahr besteht, loszuheulen, und da komm ich mir dann ein klein bisschen doof vor ;) Aber innerlich habe ich mir tausend Dinge ausgedacht, die ich der Person/Stadt/dem Lebensabschnitt gerne sagen würde. Manchmal wird ein Brief draus. Manchmal bekommt ihn der Adressat auch zu lesen.
    Das Schöne an Abschieden: man fühlt intensiv, wenn auch schmerzlich, und intensives Fühlen heißt für mich immer auch, sich menschlich zu fühlen. Und diese Augenblicke sind wichtig.
    Manchmal frage ich mich, wie oft man sich schon von Leuten verabschiedet hat, die man vielleicht gar nicht mehr wieder sieht, weil man sowieso nicht viel miteinander zu tun hatte,obwohl man sich ab und zu gesehen hat und eigentlich ganz gut miteinander klar kam. Wie viele Leute so schon aus meinem Leben gefallen sind, ganz unbemerkt und unfreiwillig…eigentlich will ich es gar nicht wissen.
    So weit meine spontanen Überlegungen zum Abschiednehmen, ich bin gespannt, was du schreiben wirst :)

  2. Ich finde Abschiede immer merkwürdig. Denn eigentlich bist du doch gar nicht weg. Jeder, der mich bisher verlassen hat auf dieser Welt ist nicht weg. Alles ist da, in meinem Kopf und auch du wirst mich weiterhin in meinen Gedanken begleiten. Vielleicht begegnen wir uns irgendwann auf der Straße in einem Gedanken, wie z.B. „Hey, hier bin ich schon einmal entlang gelaufen, damals war ich auf dem Weg zu dir und hätte mich fast verlaufen“ oder du begegnest mir vor meinem inneren Auge in der Fußgängerzone, wo wir uns fast übersehen, weil wir beide schon längst hätten woanders sein sollen.
    Man könnte auch sagen, die Fußspuren sind da und nichts wischt sie weg.
    Das kann man als Segen oder als Last empfinden. In deinem Fall ist es eher ersteres :)

    • Das finde ich sehr schön, danke für diesen Gedanken! Eigentlich sonnenklar, aber in der ganzen „Wir sehen uns nie wieder!“-Dramatik geht das dann doch oft unter ;)

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