Abschied III: Da wird mir das Herz schwer (und Verlosung)

Schon weit im Voraus zu wissen, wohin einen der nächste Ortswechsel führen wird, hat – wie die meisten Dinge im Leben (was für eine herrlich pauschale Einleitung ;-)) – seine angenehmen und weniger angenehmen Seiten. Anfangs beflügelte mich die Euphorie: Was würden wir nicht für eine schöne, neue Wohnung finden, endlich wieder bei diesen und jenen Freunden sein, ein neuer Arbeitsplatz sollte auch noch her, aber egal: Das wird schon und es wird großartig! Dass ein Neubeginn in einer anderen Stadt auch Abschied vom bisherigen Heim bedeutet, kam mir an dieser Stelle noch nicht in den Sinn…

Ein halbes Jahr später ging es dann jedoch los mit der Wehmut und Traurigkeit. Was veranlasst einen denn, einen Ort zu verlassen, an dem man alles hat? Freunde, mit denen man sich spontan zu einem Kaffee, zum Lernen, zum Herumhängen, zum Einkaufen,… zu einfach ALLEM verabreden kann. Eine Wohnung, die man nach mehreren Jahren endlich so eingerichtet hat, dass man sich richtig wohl fühlt. Eine Stadt mit Charme, unterschiedliche Ecken mit den verschiedenen Erinnerungen der letzten Jahre verbunden. Dazu einen Studienplatz an einer der besten Fakultäten, bei Dozenten, unter denen man schließlich und mit Mühen die angenehmen und kompetenten identifiziert hat.

All dieses LEBEN, das ich mir langsam und stetig aufgebaut hatte, nun so aus heiterem Himmel zurückzulassen… für eine ungewisse Zukunft an einem anderen Ort – das konnte mein Verstand kaum mehr begreifen und mein Herz wollte es nicht verstehen. Der Abschiedsschmerz überrollte mich und mir blieb nichts anderes übrig als: ihn aushalten.

Die tatsächliche Abschiedszeit dann bestand größtenteils aus Ablenkung. So vieles galt es zu organisieren, zu planen, der Terminkalender war gefüllt. Nach harter, aber schlussendlich erfolgreicher Wohnungssuche wurden Kartons gepackt, Dinge aussortiert, eine Abschiedsfete auf die Beine gestellt und Umzugshelfer gefunden.

Noch einmal alle Freunde beisammen zu haben und bei bestem Wetter eine wunderbare Zeit zu verbringen, hat mich sehr glücklich gemacht.

Abschied

…und ganz am Ende, nach dem Umzug, sitze ich in der neuen und schönen Wohnung und natürlich – wie sollte es auch anders sein? – kommen mir die Worte in den Sinn:

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
der uns beschützt und der uns hilft zu leben

Soweit zu meinen Umzugserfahrungen… nun aber noch zur ausstehenden Verlosung. Statt Zufallsgenerator aus dem Internet, befragte ich eine Person, die sich zufällig in der Nähe aufhielt: „1, 2 oder 3?“ und nachdem die Antwort „Natürlich die 1!“ lautete, kann ich sagen:

Liebe Anne, du hast gewonnen :-)
Bitte schreib mir doch, welchen Gewinn du bevorzugst und wohin dieser geschickt werden soll!

An die beiden anderen: Danke auch euch für eure Kommentare! Ich drücke euch im nächsten Jahr die Daumen ;-)

Liebe Grüße!

Mathilda

Ein Gedanke zu „Abschied III: Da wird mir das Herz schwer (und Verlosung)

  1. Solche Dinge weiß man meistens dann zu schätzen, wenn sie vorbei sind und man weiter zieht. Trotzdem bist du nicht ganz aus der Welt, man kann sich immer noch treffen. In ein paar Jahren, wenn die Freunde nach und nach ihre eigenen Familien gründen und häuslicher werden geht die Spontanität eh verloren – es ist nur eine Frage der Zeit.
    Auch hier, im neuen Zuhause wirst du dich wohl und glücklich fühlen – eine schöne neue Wohnung ist da ein sehr guter Anfang und der Rest regelt sich sicherlich auch. ;)

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