10 Fragen, 1 Stöckchen

Da bekommt man ein Stöckchen zugeworfen – unglaublich, als ob man ein Hund wäre! Doch bei der Buchstaben-Emma kann ich nicht nein sagen. Dafür hat sie sich auch zu schöne Fragen ausgedacht. Ich kann zwar nicht garantieren, dass ich alle zu 100 Prozent beantworte, doch ich lasse mich mal inspirieren…

1). Für was bist du in deinem Leben am dankbarsten?
Gleich eine absolute Sinnfrage vorweg. Ja, ich mag die Sinnfragen. Wofür bin ich dankbar? Für das Leben selbst. Für die Beziehungen, Freundschaften zu anderen Menschen, Begegnungen. Am dankbarsten bin ich aber wohl für die Momente, in denen Gott mir wie „von hinten um den Hals“ fällt. Er mit all seiner Macht und Liebe einfach da ist. So präsent, dass es mich fast weghaut. Und so zärtlich, dass ich fast weine. Das sind die kleinen Momente, in denen ich spüre, dass mein Leben einen Sinn hat, in ihm.

2). Wenn du deinen Vornamen selbst bestimmen könntest, wie würdest du dich entscheiden?
Es fällt mir schwer, mir einen anderen Vornamen vorzustellen als meinen eigenen – auch wenn ich mir immer wieder mal andere Namen gegeben habe. Mein eigener Vorname ist ziemlich speziell, was ein Grund dafür sein mag, dass ich mich sehr stark mit ihm identifiziere. Ich bin auch niemals in Person jemandem begegnet, der genauso genannt wird wie ich. Manchmal denke ich mir, dass es ganz interessant wäre, in die Welt der Annas, Katrins und Julias abzutauchen. Dann frage ich die anderen Leute aus, ob sie sich mit den anderen Annas irgendwie verbunden fühlen – tun sie aber anscheinend nicht. Also bleibe ich doch bei meinem eigenen Namen und mein Alter Ego auf dieser Seite bleibt bei Mathilda. Ich finde diesen Namen nämlich großartig.

3). Du hast die Chance die größte Liebe deines Lebens kennenzulernen, du weißt aber, dass diese Person noch max. 1 Jahr zu leben hat. Würdest du sie kennenlernen wollen?
Ja, ganz bestimmt. Ich will intensiv leben. Echtes, reines, wahres Leben. Lieber kurz und intensiv das Glück genießen und dann mit Herzschmerz Abschied nehmen und wissen „Sowas passiert mir vermutlich nie wieder“ als dieses Glück aus Angst vor dem Verlust nie kennenzulernen. Zum Leben gehören beide Seiten: Liebe & Glück genauso wie Leid & Schmerz.

4). Beschreibe deine Persönlichkeit in 3 Worten.
Verzicht auf Etiketten.

5). Man verbindet oft Erlebnisse mit einem Musikstück. Welcher Song erinnert dich an ein besonderes Ereignis und welches Ereignis ist damit verbunden?
„This is the Life“ von Amy Macdonald. Es wird mich wohl immer an einen bestimmten Abend erinnern, an dem ich mit einer Gruppe von Freaks in einem kleinen Bahnhäuschen saß. Es war 2008, einer spielte Gitarre, ich saß auf einem Barhocker, wir sangen und lachten und ich war einfach nur glücklich.

6). Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist?
Da lasse ich doch mal eine ehemalige Kollegin sprechen, die mir letzte Woche von meiner Nachfolgerin als „dem völligen Gegenteil von mir“ erzählte. Diese Person ist sehr groß, sehr dünn und sowohl mit unglaublich langen blongen Haaren als auch einer ungeheuren Essens-/Diätdisziplin gesegnet (sie hat anscheinend eine Allergie gegen alles entwickelt, was nicht gedünstetes Gemüse, Salat oder Reis ist). Anderen Personen begegnet sie stets mit einer kühlen Distanz und einer Aura der absoluten Professionalität. Sie sitzt jeden Morgen pünktlich um 7 mit perfektem MakeUp an ihrem Schreibtisch im Büro und arbeitet so fleißig und konzentriert an ihren Aufgaben, dass die Kollegin gegenüber sich kaum traut, mit ihr zu reden geschweige denn einen Scherz zu machen. Sollte sie dann doch mal lachen, kann man leider trotzdem nicht erkennen, ob es sich um ehrliche Freude, Amüsement oder doch eher um taktisch eingesetzte Laute handelt. Nach dem Bericht meiner Kollegin begann ich schon beinahe Zweifel an meinem Berufswunsch zu entwickeln, denn sollte man so sein müssen wie meine Nachfolgerin, dann brauche ich mich gar nicht erst bewerben.

7). Wenn du dich für eine Tätowierung entscheiden müsstest, was würde diese beinhalten und wo wäre sie platziert?
Ich finde viele Stellen für Tattoos schön: Nacken und Schulterbereich, Innenseite vom Unterarm oder auch Knöchel und Fußoberseite… da wird es schwer, sich zu entscheiden und es muss wohl einfach vom Motiv her passen. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde es bei mir bestimmt ein religiöses Symbol werden, evtl. mit einem Bibelvers auf Hebräisch/Griechisch.

8). Du hast die Möglichkeit für 1 Woche ein Leben einer bekannten Person zu leben. Für welche Persönlichkeit würdest du dich entscheiden?
Lebend oder tot? Das ist hier die Frage. Ich vermute mal, die Woche muss im Jetzt und Heute spielen und nicht mehrere Jahrhunderte zuvor. Hm, schade. Ok, gut, ich überlege…. und wähle den derzeitigen NSA-Chef, Keith Alexander. Eine Woche lang die digitale Überwachung direkt miterleben, wäre doch ganz interessant. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich danach ich das allgemeine Nichtwissen zu diesem Thema eher als Fluch oder Segen ansehen würde…

9). Du bist ein Buddhist. Je nach guten oder schlechten Taten bestimmt das Karma wie die Seele wiedergeboren wird. Wenn du stirbst, als was wirst du deiner Meinung wiedergeboren?
Ich bin kein Buddhist. Karma und so Zeug, das kann ich nicht einschätzen. Wie sind die Richtlinien im Buddhismus für gute und schlechte Taten? Gibt es da ein klares System? Nein, ich stelle diese Fragen nicht ernsthaft… sonst bekomme ich am Ende noch Infobroschüren zugesandt.

10). Welcher Song sollte auf deiner Beerdigung gespielt werden?
„Ehre sei dem Vater“, ein Lied, das einen meiner Lieblingsverse aus der Bibel aufgreift: …und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein. (Offb. 21,4)

Ich beschließe jetzt einfach mal, dass ich das Stöckchen nicht weiterreiche. Wer Stöckchenfragen beantworten will, braucht sich in der Blogosphäre ja nur ein wenig umschauen ;-) Liebe Grüße! Mathilda

8 Gedanken zu „10 Fragen, 1 Stöckchen

  1. Zur Frage 9 eine kleine Infobroschüre von mir :D

    Unter Karma versteht man das Gesetz von Ursache und Wirkung. Jede Handlung hat eine Folge. Heilsame Handlungen erzeugen Freude und Glück, unheilvolle Handlungen hingegen Leid und Probleme. Karma bedeutet nicht im christlichen Sinne Schuld und Sühne, sondern dass jede Verfehlung wieder zurückfällt auf den Verursacher. Jede Handlung beeinflusst das Leben und somit auch das Karma.

    • Hey Nandalya, danke für die Erklärung zum Karma. Das wusste ich auch schon ;-) Die Frage war eher, ob es eine objektive Leitlinie gibt, was gute und böse Taten sind… Liebe Grüße!

      • Buddha hat vor langer Zeit gelebt. Heute interpretieren Menschen seine Lehren. Sind Menschen objektiv? Im (Zen)Buddhismus gibt es viele Linien. Vielleicht magst du über das „Rechte Tun“ im Buddhismus lesen? Es gehört zum achtfachen Pfad. Und nein, ich magl dich nicht überzeugen. :-)
        LG

  2. Ich freue mich, dass du die Fragen beantwortet hast und das hast du richtig toll gemacht. Seit Tagen komme ich nicht dazu die Blogs zu lesen, der Weihnachtswahnsinn ist ausgebrochen :D Zu Frage 8 (es kann eine lebende, aber auch bereits tote Person, die Zeit spielt auch keine Rolle).

    LG

    • Danke :-) Bei einer toten Person in Frage 8 wäre ich tatsächlich in die Zeit gereist. Dann hätte ich nicht nur das Leben einer anderen Person, die mich interessiert, sondern auch noch die Erfahrungen in einer anderen Zeit ;-) Zum Thema Weihnachtswahnsinn… kann ich mir vorstellen :-D

  3. @nandalya, ich bin zwar nicht gläubig, aber von allen Weltreligionen (die mir bekannten) finde ich Buddhismus am schönsten. Ich finde, dass diese Religion bzw. Lebenseinstellung den Menschen in der Tat positiv beeinflusst und darüber hinaus strahlt sie Toleranz aus.

  4. Pingback: Blog-Awards | Preach it, Baby!

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