Nur zwei Atemzüge lang

Ein Wirbelsturm in mir
äußerlich starr
halte ich mich am Boden fest
am Tisch und an meinem Stift
Ich zwinge mich, der Schwerkraft zu vertrauen
Es wird mich hier nicht wegfegen
Ich kralle meine Finger in die Luft

Musik in den Ohren sorgt für kurze Entspannung
Ich schließe die Augen und lehne mich zurück
Wie müde kann ein Mensch sein

Sekundenschlaf

Und schon kehren zurück
Unruhe und Nervosität
Taube Finger
Ein flach schlagendes Herz
Es traut meinem Blut nicht mehr
Hat Angst, zu platzen und meinen Körper gleich mitzunehmen

Der Versuch, tief durchzuatmen,
kostet mich alle Kraft und Konzentration
Ich ziehe die Luft in meine Lunge
mein Herz pumpt wieder
und es löst sich
ein Gähnen

Ich kneife die Augen zusammen
Ich will diese Welt nicht mehr sehen
und meine Gedanken nicht hören

Wo ist die Kiste für diese Winde
ein wenig Schwerkraft könnte nicht schaden,
wenn ich sie ins Meer werfe

Tief auf dem Grund sollen sie liegen
nur zwei Atemzüge lang
bis der Orkan sie zu mir zurückträgt

2 Gedanken zu „Nur zwei Atemzüge lang

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