Gott wird Mensch.

Das ist die Botschaft von Weihnachten. Gott wird Mensch.
In den letzten Jahren ist mir diese Botschaft immer wichtiger und immer lieber geworden. Nicht unbedingt das Weihnachtsfest an sich, das liegt mir mit all dem Glitzer, Glitter und Lametta nicht sonderlich, aber die Botschaft, um die es geht.
Gott, der Schöpfer des Universums, der Ewige, der Unendliche – er legt sich fest. Er tritt hinein in die Geschichte. Hinein in die Welt, an einen bestimmten Ort, zu ganz bestimmten realen Menschen. Er wird greifbar, fassbar. Er ist nicht mehr nur der verborgene Gott, der Ferne, der Unnahbare – sondern ein Gott, der sich zeigt und ganz nah an uns herankommt. Ein Gott, der ein Gesicht hat. Der eine Gestalt annimmt. Und das nicht in Form einer Lichtgestalt oder als Engel, sondern als eines seiner eigenen Geschöpfe: Gott wird Mensch.

Im Laufe des nun folgenden Menschenlebens wird sich diese Zuwendung Gottes zur Welt, seine Hingabe und Liebe für uns Menschen immer deutlicher zeigen. Gott wohnt in Jesus, er ist präsent auf der Erde. Jesus ist das klare, reine Ebenbild Gottes. Und dennnoch ist er kein Mensch 2.0, keine bessere Version des Menschseins. Wenn Gott in ihm zu einem Menschen aus Fleisch und Blut wird, dann nimmt er die menschliche Natur ganz und gar an.
Zum menschlichen Leben gehört der Tod. Aber kann Gott sterben? So erscheint mir der Moment, an dem das Leben Jesu zu Ende sein soll, wie ein Donnerschlag. Es ist der Tag, an dem Jesus verurteilt und gekreuzigt wird. Der Tag, an dem es heißt: Aus und vorbei.

Was passt in ein Menschenleben?
Liebe und Zuneigung. Freundschaften. Angst und Sorgen. Hunger. Not. Anfeindungen. Hass. Glück. Freude. Kämpfen und verlieren. Kämpfen und gewinnen. Kämpfen und müde werden. Neuen Mut gewinnen. Sich nach Gott, dem Vater, sehnen. Beten. Hoffen. Ausharren. Lieben.

Ein Menschenleben ist zu Ende. Doch Gott verabschiedet sich nicht von dieser Welt, als ob er nur zu Besuch da gewesen wäre. Er zeigt uns nicht sein Gesicht und verschwindet dann einfach wieder.
Der Tod ist nicht das Ende. Das Ende ist die Auferweckung.
Gott reißt Jesus aus dem Tod heraus ins Leben!

Weihnachten ist nicht deshalb großartig, weil Gott den Menschen in Jesus ein paar Jahre lang nahe sein wollte. Weihnachten ist großartig, weil es der Auftakt zu einer großartigen Geschichte Gottes mit dem Menschen ist:
Gott wird Mensch, um den Menschen zu erlösen.

Mit der Auferweckung begint etwas Neues. Glaube an Jesus bedeutet, zu verstehen, dass Jesus für uns in diese Welt kam. Er zeigt uns den Weg aus der Gottesferne in die Gottesnähe. Oder noch besser: Er ist der Weg. Im Glauben haben wir teil an seinem Leben, an seinem Tod – und auch an seiner Auferweckung. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden!

Ich wünsche allen Leser/innen ein frohes Weihnachtsfest!

2 Gedanken zu „Gott wird Mensch.

  1. Pingback: Karfreitag | Preach it, Baby!

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