Adventskalender mit Bildern, Zitaten und Tee

Es ist Mitte November und für die DIY-Adventskalenderbastler damit allerhöchste Eisenbahn. Immerhin wollen 24 Päckchen gebastelt und befüllt werden. Während ich mich letztes Jahr für eine Bechervariante mit Nüssen, Früchten und Studentenfutter entschied, steht dieses Jahr ganz im Sinne von Kunst & Poesie. Für den Geist gibt es Zitate und Bilder, für den Körper gibt es leckeren Tee.

Mein Adventskalender ist kostengünstig und vor allem auf die eigene Kreativität angewiesen. Hier seht ihr zunächst meinen Arbeitstisch und dann zeige ich euch, wie ich vorgegangen bin.

SAMSUNGMan braucht:

schöne Bilder
etwas dickeres Geschenkpapier
eine Zitatsammlung, hier Kalender mit Sprüchen
Teebeutel
Klebstoff, Schere

1. Eine Reihe von schönen Bildern im kleinen Format entwickeln lassen

wpid-2014-11-16-18.18.54.jpg.jpegIch habe gute Erfahrungen mit Pixum gemacht, aber es gibt auch haufenweise andere Anbieter, bei denen man oft von heute auf morgen Fotos entwickeln lassen kann. Ich wähle dafür ein Format mit einem weißen Rand und einer Größe von ca. 9cm.

Meine Bilder stammen aus meinem eigenen tumblr-Account, auf dem ich über das ganze Jahr schöne Fotos, Zitate und Sprüche sammle. Für eine Übersicht gehe ich in mein Archiv und speichere mir die Bilder ab, die ich verwenden möchte.

2. Zitate auswählen und die Rückseite der Bilder damit beschriften, bekleben,…

Die Zitate nehme ich ebenfalls von Tumblr oder aus verschiedenen Kalendern oder Aufstellern, die dann auch gern mal der Schere zum Opfer fallen.

Dazu kommen eigene Assoziationen zu den Bildern oder einfach gute Wünsche für den jeweiligen Tag.

3. Verschiedenen Tee besorgen

wpid-2014-11-16-18.19.27.jpg.jpegGerade jetzt gibt es ja sogar Tee als Adventskalender zu kaufen, sodass man leicht an 24 verschiedene Sorten kommen kann.
Ich persönlich finde es aber auch nicht schlimm, wenn eine Teesorte doppelt auftaucht – ich stelle also Tee aus meiner eigenen Teesammlung zusammen und kaufe oft noch einen gemischten Pack im Supermarkt.
Für die Adventssonntage kann man sich natürlich auch noch eine kleine Besonderheit einfallen lassen.

4. Kleine Umschläge aus Geschenkpapier basteln

wpid-2014-11-16-18.37.55.jpg.jpegIch hoffe, man kann einigermaßen erkennen, wie ich die Umschläge gebastelt habe. Ich nehme das Bild und falte das Papier rundherum wie auf dem ersten Bild zu sehen. Man muss dabei darauf achten, dass man links und rechts etwas Luft lässt. Danach schneide ich im unteren Teil die geknickten Ränder ab und klebe sie dann auf die eingeklappten Ränder, sodass ich einen Umschlag erhalte. Zum Schluss noch das Umschlagfach etwas einschneiden und den oberen Teil entsprechend anpassen.
Meine Umschläge sehen nicht perfekt aus, jeder ist ein wenig anders, aber gerade das gefällt mir daran. Schließlich kommen Bildchen und Tee in den Umschlag.

Zuletzt muss man nur noch die Umschläge zukleben und nummerieren. Wer kein normales Klebeband nehmen will, ist mit schönem Masking Tape sicher gut bedient. Die Zahlen schreibe ich von Hand vorn auf den Umschlag, hier lassen sich natürlich auch hübsche Kleber anbringen.

Alle Umschläge kommen in ein Päckchen, das man auch gut in anderes Geschenkpapier einpacken kann.
Der hier gezeigte Adventskalender ist mein Geschenk an eine liebe Freundin, die heute Geburtstag hat.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachbasteln oder Inspirierenlassen!

14 Gedanken zu „Adventskalender mit Bildern, Zitaten und Tee

  1. ich war ja nie ein Weihnachtsmensch. nicht zuletzt deswegen, weil bei uns Weihnachten primär eine Familienzelebration ist, die die Zuneigung sehr stark auf materieller Ebene kanalisiert – was besonders ungeschickt ist, wenn man sowohl mit Familie als auch mit der materiellen Ebene gewisse Querelen hat. Aber dieses Jahr macht mir das ganze weniger Angst als auch schon. Ich überlege mir sogar, mir einen Adventskranz zu basteln und ein bisschen Deko aufzuhängen. Vielleicht reicht es nächstes Jahr für den Adventskalender. Auf jede Fall eine schöne Idee <3

    • Danke für dein Lob für meinen Kalender! Da tippst du natürlich ein Thema an.. mich hat auch gerade als Jugendliche besonders die Kommerzialisierung an Weihnachten gestört. Aber das war hauptsächlich aus religiösen Gründen, also in einem anderen Zusammenhang als bei dir. Familie und Weihnachten ist ein anderes Thema… Wenn ich mich so umschaue, für viele kein leichtes. — Aber nun sind wir alt genug, daraus zu machen, was wir möchten und brauchen. Wir können die Adventszeit und das Weihnachtsfest selbst gestalten. Und dadurch ganz neue Zugänge zu dieser Tradition finden. Das ist zumindest meine Überzeugung :-) Also bin ich gespannt, ob du einen Adventskranz basteln wirst. Über ein Bild davon bei Twitter wär ich jedenfalls nicht traurig ;)

      • Spannend, wie man doch aus so unterschiedlichen Richtungen zum gleichen Schluss kommen kann! Mich störte die gefühlte Heuchelei auch immer sehr. Warum feiert man ein Fest, wenn man nicht hinter der Religion steht? Ich glaube meine Einstellung hat sich in Japan grundlegend geändert. Einerseits, weil dort der Umgang mit Religion so anders ist, sehr viel ritualorientierter. Ich glaube, bei uns geht ein bisschen vergessen, wieviel Macht und Trost in Ritualen liegen kann. Andererseits weil ich den Gedanken, Weihnachten auf japanische Art (=Pärchenabend) zu feiern, extrem abstossend fand. Meine Freundinnen und ich machten uns also auf die Suche nach einem mehr oder weniger „deutschen“ Restaurant und versuchten. ein bisschen von „unserem“ Weihnachten herüberzuretten. Eine sehr seltsame Erfahrung. Jetzt sehe ich es genauso wie du: Wir machen aus dieser Zeit, was wir möchten. Für mich ist die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr eine ganz besondere, die Stillstand und Neuanfang symbolisiert, und der Gedanke, dass viele andere Menschen diese Zeit ebenso oder zumindest ähnlich sehen (egal in welchem „Setting“) erfüllt mich mit Freude :)

  2. das erinnert mich dran … Postkarten suchen!
    Ich mach nämlich wieder den einfachen Postkartenazwenzkalender. Letztes Jahr kriegten ihn drei Personen abwechselnd — also ich schickte jedem alle drei Tage eine Karte. Hinterher hat dann jeder 8 Stück gehabt.
    Die Karten waren teils von solchen Postkartenkalendern, teils selbst gebastelt und teils auch so Zeugs, das man halt da hat.
    Die Leute hats gefreut.

  3. das ist ja eine entzückende idee! die becheridee wrd ich heuer umsetzen, aber mit joghurtbechern, ich werd die kleinen activiajoghurtbevher verzieren und mit guten naschigkeiten füllen! aber weil mir die kartenidee auch so gut gefällt… ich glaub das mach ich doch glatt! danke für die idee!

  4. Das ist eine schöne Idee! Ich habe vor ein paar Tagen auf einem Blog einen puren Tee-Adventskalender gesehen, er sah auch klasse aus. Ich habe vor ein paar Jahren mit Adventskalendern aufgehört, habe vor Weihnachten genug zu tun und man hat dann eh alles mögliche ausprobiert. Vielleicht, wenn ich mal Tante werde, bastle ich für meine Nichte mal einen -wer weiß.
    Du weißt, ich bin kein religiöser Mensch, Weihnachten ist für mich ein Familienfest, weil man 3 Tage hintereinander viel Zeit miteinander verbringt und das tut man sonst nie im Jahr. Ich mag die weihnachtliche Dekoration und die Stimmung. Geschenke mag ich auch, aber eher macht es mir Spaß zu sehen, wie jemand sich über ein Geschenk freut als selbst welche aufzumachen. Beim auspacken wird man zum Kind. :D
    LG, Emma

    • Ich finde, Tee-Adventskalender sind auch was Schönes. Ich habe selbst immer den „anderen Advent“, es ist ein Adventskalender mit Texten und Bilder zum Aufhängen und Umblättern. Ich mag es, jedes Jahr für jemanden einen Adventskalender selbst zu gestalten, sei es mit kleinen Geschenken oder wie hier auf dem Blog gezeigt mit Nüssen oder mit Tee. Hast du denn schon mit dem Geschenke besorgen angefangen?

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