Begegnung

Und wieder bist du da
In meinen Träumen
Warum immer nur
In meinen Träumen

Mit einer Hand voll Leuten
bin ich unterwegs
Durch die Stadt
Uns entgegen kommt einer,
den wir kennen
Und du,
den nur ich kenne
Ein Erkennen und Zunicken
Von allen Seiten
Nur nicht von uns beiden
Soll ich so tun, als kennte ich dich nicht?
Wir gehen aneinander
vorbei
meine Gruppe scherzt schon wieder
und wendet sich neuen Themen zu
Ich gehe mit
Schaue nicht zurück
Setze einen Fuß vor den anderen
Doch
Ich schaue zurück und drehe meinen Kopf
Du gehst mit dem Rücken zu mir
Du wendest dich nicht um
Du bist weitergegangen
Noch einmal
Ich schaue und drehe meinen Kopf
Du stehst mit dem Rücken zu mir
Du wendest dich nicht um
Und unwillkürlich bin auch ich stehen geblieben
Die anderen gehen weiter
Dein Gesprächspartner ist schon fünf Schritte entfernt
Du stehst da, aber du drehst dich nicht um
Jetzt sind es sieben
Ich schaue
Ich gehe auf dich zu
Du wendest dich um und
Siehst mich an
Wir lösen den Blick nicht mehr voneinander
Bis ich bei dir bin
Erst im letzten Moment
kommst du mir vorsichtig
zwei Schritte entgegen
Mit offenen Armen
Behutsam halte ich mein Gesicht neben das deine
Spüre deine Wange an meiner
Deinen Körper durch die dicke Jacke hindurch
Deine Hand, die meine sucht
und findet
Wir halten uns fest
mit Fingern, die sich umschließen.

Ein Moment, der viel zu schnell schon vorbei geht
Denn ohne zu reden
Legst du den Arm um mich
Und wir gehen los
Als ob niemals etwas gewesen wäre

5 Gedanken zu „Begegnung

  1. sehr schön und eindringlich geschrieben.
    wie es im traum so sein kann ….. und träume, was bergen sie nicht alles!
    also beschäftigt auch dich dieses thema. wie schön, ja!
    sei herzlich gegrüßt
    diana

  2. Stimmt, wir fühlen den Moment gleich. Das Wollen und unmöglich sein. Wäre es möglich, wäre der Gefühlsmoment unglaublich schön. Und wir würden nie mehr von uns lassen können. Arm in Arm. Seele an Seele. Dahin schmelzen. Zusammen verschmelzen ♡

    • So ist es. Es wäre die ersehnte Vereinigung, die schon so lange fehlt und deren Idee uns doch nicht loslässt. In ihrer Realisierung müsste die Zeit still stehen bleiben. Oder sie würde eben einfach weiterlaufen, die vorige Sehnsucht zwar nicht verspottend, aber doch ohne Blick zurück, sie auflösend, nichts wäre mehr wichtig außer zusammen zu sein, gemeinsam loszugehen, dein Wort – “ verschmelzen“ – trifft es gut. — Danke für das Gegenüber.

  3. Pingback: Blog Award #9: dergrund | Preach it, Baby!

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