#aprillove2015 – An inspiring quote

Zitate gibt es auf meinem Blog immer wieder und auf meinem Tumblr noch mehr, wie man an meinem Beitrag über Intimität erst vor kurzem sehen konnte. Ich liebe Worte und sammle sie sowohl digital als auch analog in Notizbüchern oder auf kleinen Zetteln. Ich mag keine Postkartensprüche, wobei die Grenze zwischen nachdenkenswert-ergreifend und zum-direkt-wieder-auskotzen fließend ist.

Für heute will ich uns in einen Film werfen, den ich vor kurzem (endlich!) gesehen habe, den „Nachtzug nach Lissabon“ nach der Romanvorlage von Pascal Mercier. Nach dem Schauen schlug ich gleich verschiedene Sätze nach, die mir aufgefallen waren und stieß dabei auf ein Zitat aus dem Roman, das ich hier weitergeben will:

Der Balsam der Enttäuschung.
Enttäuschung gilt als Übel. Ein unbedachtes Vorurteil. Wodurch wenn nicht durch die Enttäuschung sollten wir entdecken, was wir erwartet und erhofft haben? (…) Wir sollten Enttäuschungen nicht seufzend erleiden als etwas, ohne das unser Leben besser wäre. Wir sollten sie aufspüren, ihnen nachgehen, sie sammeln. (…) [Die Enttäuschung] ist nicht ein heißes, zerstörerisches Gift (…), sondern ein kühler, beruhigender Balsam, der uns die Augen öffnet über die wahren Konturen unserer selbst.

(Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon)

6 Gedanken zu „#aprillove2015 – An inspiring quote

  1. guck an … das Buch ist verfilmt worden. Wusste ich gar nicht. Schöne Geschichte.
    Falls du es lesen willst, ich habs.
    Du kannst es auch selbst abholen. Es steht zwischen Andrea Camilleri „Das Ritual der Rache“ und Marian Keyes „Sushi für Anfänger“.

  2. Ein schönes Zitat. Das Buch habe ich hier eine Weile liegen und habe es noch nicht gelesen. In der vorletzten Flow Ausgabe nahm man in einem Artikel auch Bezug darauf. Das Buch wird immer wieder erwähnt und es wird Zeit es zu lesen. :) Über die Verfilmung wusste ich auch nichts. LG, Emma

      • Ich finde es immer blöd, das Buch nach dem Film zu lesen, weil mich das in meiner Phantasie ziemlich einschränkt. Ich habe das nur 1x getan, es war das Buch „So lange du da bist“. Man hat stets die Schauspieler und die Kulisse im Kopf. Ich habe gerne zuerst meine eigene bildliche Vorstellung. Dann kennt man den groben Verkauf der Story und erlebt nur eine Überraschung, wenn der Inhalt vom Film abweicht.

      • Ja, ich weiß, was du meinst! Erst Buch, dann Film ist ja auch irgendwie die natürliche Reihenfolge :) Ich habe es bei „Die Wand“ schon umgekehrt gemacht, da war ich zuerst im Kino und hab danach das Buch gelesen, das war aber auch schön. Vielleicht lag es auch daran, dass mir der Film schon sehr gut gefallen hat.

      • Wenn die Verfilmung gelungen ist, macht es sicherlich wenig aus. Oder wenn man den Film schon etwas her gesehen hat. „Die Wand“ habe ich hier auch schon lange liegen, irgendwie schiebe ich das Buch auch vor mir her. Ich weiß es auch nicht…

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