Nach Grau kommt Grün

Um nach einem häusergrauen Tag noch atmen zu können, braucht es grüne Orte wie diesen. Selbst die Trauerweide hat ein Lächeln für mich. Nicht viele Menschen sind gekommen, doch alleine bin ich nicht. Ich teile mir den Lebensraum mit Käfern und Raben und bin mit den Bäumen ins Gespräch vertieft. Eine Entenmutter beschützt ihre Kleinen, die trotzdem freudig auf mich zu tapsen. Im Ohr habe ich den Hedonisten, der anpackt. Seine Musik lässt mich vorwärts- und rückwärtslaufen, springen und auf Steine klettern. Ich blicke hinweg über den Park in den grauen Himmel und zurück auf die vom Regen satte Wiese. Grün wie die Hoffnung. Bei der Fahrt mit der Seilbahn weht mir die Luft um die Ohren, ich flitze über den Sandboden und spiele mit der Schwermut Hase und Igel. Der Trübsal ein Schnippchen schlagen. Auftanken. Einmal tief durchatmen und dem Leben eine neue Chance geben.

I only went out for a walk and finally concluded to stay out till sundown, for going out, I found, was really going in.
(John Muir)

 

7 Gedanken zu „Nach Grau kommt Grün

  1. JAAA! Das habe ich gestern auch gemacht- durch den Wald gelaufen. Das Grün, das Vogelzwitschern, Hände über die Grashalme streicheln lassen – es beruhigt.
    Danke für die schönen Bilder, den Text und ein tolles Zitat! LG!!!

    • Erst habe ich noch gezögert, rauszugehen, weil der Himmel so grau war und es schon den halben Tag geregnet hatte. Doch dann fiel mir die Decke auf den Kopf… und los gings!
      So wohltuend! Das nächste Mal werde ich meine Schuhe noch viel schneller anziehn :-) Liebe Grüße!

  2. ein schönes zitat und bilder, die meiner erhitzten seele grade gut tun. ich hoffe so aufs wochenende und auf „normale“ temperaturen. und freue mich einstweilen auf die kühleren tage des herbstes.

      • oh, ich schon. der herbst war immer schon meine liebste jahreszeit. der sommer ist mir immer zu hyper. meine gedanken dazu hast du eh vorhin gerade gelesen :) im herbst kann ich immer wieder zur ruhe kommen, zu mir kommen. im sommer bin ich immer so rastlos.

      • Ah, der Herbst ist auch meine liebste Jahreszeit. Schon immer gewesen. (Nicht umsonst wohl auch die Jahreszeit, zu der sich die meisten Blogposts finden.) Doch dieses Jahr wollte ich nach meinen Prüfungen einfach noch so viel wie möglich vom Sommer auskosten. An den heißesten Tagen saß ich mit heruntergelassenen Rollläden auf dem Wohnzimmerboden, trank sehr verdünntes Apfelschorle aus einem Weizenglas und habe gelernt. Das sind meine Sommererinnerungen! :D Daher kam der Urlaub nun gerade recht. Und wenn es dann tatsächlich Herbst ist, werde ich es nur umso mehr genießen, das weiß ich schon :)
        Es sieht sowieso ganz so aus, als würde ich dieses Jahr alle Jahreszeiten besonders genießen. Schon beim Frühling war das der Fall; wie alles zu Blühen anfing, war einfach der Hammer. Und wenn man regelmäßig rausgeht, kriegt man das auch mit ;)

  3. Pingback: #augustbreak2016 – Green | Preach it, Baby!

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