3 Konzerte

Das Jahr 2015 hielt für mich 3 Konzerte bereit, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Hier mein Bericht:

Farin Urlaub Racing Team (FURT)
Datum: 12.06.2015
Ort: Schleyerhalle, Stuttgart

Bei der typisch pubertären Schubladenfrage nach „Ärzte“ oder „Hosen“ konnte ich mich als Teenie oft nicht so recht entscheiden. Je nach Album tendierte ich mal zur einen, mal zur anderen Seite. Sehr oft gab es jedoch einen ausschlaggebenden Faktor: Den langen Kerl mit dem breiten Grinsen und den witzigen und intelligenten Texten. Sabine Wirsching nennt ihn treffsicher den „Hedonisten, der anpackt“. Seit 2001/02 ist er auch solo mit dem „Racing Team“ unterwegs und unterm Strich der Künstler, den ich am häufigsten live gesehen habe. Bereits 2006 und 2008 war ich auf FURT-Konzerten, die mir super gefallen hatten, doch beim Ärzte-Konzert 2012 war der Punkt erreicht, an dem ich mich fragen musste, ob ich vielleicht aus dieser Musik einfach herausgewachsen war. Das Publikum machte mich wahnsinnig und ich hätte mir einen Sitzplatz gewünscht. Erst nachdem ich dieses kluge Interview von Markus Kavka gesehen hatte, war mein Farin-Fieber wieder geweckt. Der Typ ist einfach sooo cool! Aus meiner Teenieschwärmerei wurde echter Respekt vor einem kreativen Kopf, der meines Erachtens einfach alles richtig gemacht hat. Also hieß es im Juli: Auf zu Farin Urlaub! Stimmung und Publikum waren super (ganz anders als bei DÄ!) und die Musik einfach großartig. Sowohl das aktuelle Album „Faszination Weltraum“ wurde gespielt als auch einige der alten Klassiker. Wir sangen lauthals mit, hüpften und tanzten und genossen das Konzert in vollen Zügen. So kann ich nur sagen: Gerne wieder!

Dad rocks! und Black Oak
Datum: 19.09.2015
Ort: Nun Kaffeehaus, Karlsruhe

Schon lange hatte ich vor, mal in Karlsruhe im Café Nun vorbeizuschauen. Als ich nun las, dass Thijs Kuijken dort spielen würde, war die Entscheidung gefallen. Bereits im April war „I am Oak“ meine ‚current obsession‘ und seine Musik begleitete mich durch meine Examensvorbereitung und bis hin zur ersten Klausur. In meinen Augen ist Thijs ein großartiger Künstler und die Vorfreude war groß, in Karlsruhe dabei zu sein. Das Rahmenprogramm mit Kaffee & Kuchen am Nachmittag konnte es nur noch besser machen! So wurde der „Saisonabschluss“ im Café Nun für mich zu einem wunderbaren Ausflug. Die Bezeichnung „Saisonabschluss“ rührt daher, dass es das letzte in einer seit 2006 andauernden Reihe von Kaffeehaus-Konzerten werden sollte. Und ich war dabei ;-) Übrigens fuhr ich alleine hin, da ich schon damit gerechnet hatte, das ein oder andere bekannte Gesicht wiederzusehen und mich dann ungern für eine Begleitperson verantwortlich fühlen wollte. Genauso war es dann auch: Ich lernte blitzschnell neue, supernette Leute kennen, trank leckeren Kaffee mit den Künstlern, plauderte mit lieben Bekannten und freute mich des schönen Nachmittags. Am Abend gabs dann Süßkartoffelpommes und nach kleinerem Raumumbau konnten wir in gemütlicher Atmosphäre bei einem Glas Rotwein das Konzert genießen. Hier spielte zunächst Snævar Njáll Albertsson, besser bekannt als Dad Rocks!, und danach Geert van der Velde und Thijs Kuijken als Black Oak. Anschließend die gemeinsame CD vorzubestellen, war reine Formsache. Ein schöner Abend! (Fotos gibts hier)

BOY
Datum: 08.11.2015
Ort: Im Wizemann, Stuttgart

BOY ist Mädchenmusik, also hieß es: Freundin schnappen und los geht’s. Der Weg dahin war verblüffend einfach und ein wenig kurios: Die alten Lieder hatten mich ebenso wie ‚I am Oak‘ durchs Examen begleitet und ich klickte regelmäßig auf die Website, um zu sehen, wann das neue Album rauskäme. Ich hatte nämlich schon entdeckt, dass es im November einen Auftritt in Stuttgart geben sollte, wollte aber natürlich erst ein paar der neuen Lieder hören, bevor ich ein Ticket kaufte. Als im Radio ein Interview mit Valeska und Sonja kam sowie der erste neue Song erklang, war ich gerade auf dem Weg zu einer Freundin. Genauergesagt: Ich war schon da, saß unten vor der Tür im Auto und konnte unmöglich das Radio ausschalten. Natürlich galt es, meine Verspätung zu erklären, und schwupp, stellte sich heraus, dass sie ebenfalls gern BOY hörte und ich somit meine Konzertbegleitung gefunden hatte :-) Wir erwischten zwar nicht die Standardkleidung von Jeans, Turnschuhen, grünem Parka, Ledertasche und hohem Dutt, aber fielen unter den Konzertgästen als Mädchenpaar trotzdem wenig auf. Im Saal angekommen, waren wir dann doch etwas überrascht, wie viele männliche Fans BOY hatten. Leider mussten wir recht lang auf die Band warten, der Vorband-Künstler beanspruchte fast eine Stunde und traf eher weniger auf unser Wohlwollen, und der eigentliche Auftritt ging – vermutlich aufgrund angekratzter Stimmbänder – nur eine gute Stunde. Dafür waren Valeska und Sonja süß, lieb und ganz hinreißend – ich frage mich immer noch, wie man ein Auftreten mit so wenig Ecken und Kanten hinbekommt ;-) Schön war, dass sie auch alte Lieder spielten und einer meiner Lieblingssongs, ‚Skin‚, die letzte Zugabe war. Am allerschönsten war jedoch eine junge Dame neben mir, die textsicher jedes Lied mitsang, mittanzte und damit unser Herz erwärmte. Nach 4 Stunden Stehen schmeckten die anschließenden Cocktails im Joe Peña’s schmeckten gleich doppelt so gut: Endlich Erholung für die Füße.

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