Ein gutes Jahr mit der Biokiste (Erfahrungsbericht)

Im September 2014 erzählte ich euch in diesem Beitrag von unserem Biokisten-Abo. Nun ist über ein Jahr vergangen und ich will davon berichten, welche Erfahrungen wir mit der Biokiste gemacht haben.

Dazu muss ich sagen, dass es bereits im Januar 2014 einige Veränderungen gab, die unser Anbieter einführte. Er schloss sich nämlich dem System Ökobox-Online an und bot uns damit die Möglichkeit, bereits im Voraus den Inhalt der Biokiste einzusehen und anzupassen. Der Online Shop ist wie ein kleiner Supermarkt geworden – hier direkt der erste Kritikpunkt: Während es zuvor nur um Obst, Gemüse und Käs’päckle ging, kann man nun auch Tee, Kaffee, Nudeln, Würzmittel bis hin zu Fertiggerichten in Konservendosen kaufen. Da fragt sich, wohin es mit dem ursprünglichen Konzept gegangen ist!?

Mein Mann und ich haben entschieden, dass wir die meisten dieser zusätzlichen Produkte nicht kaufen werden, sondern die neuen Online-Möglichkeiten besser nutzen wollen: Die Transparenz in Bezug auf die Lebensmittel hat sich nämlich sehr verbessert. Ich kann jetzt bei jedem Obst und Gemüse sehen, wo es herkommt und welche Zertifizierung (EU, Bio, Demeter) es hat. Außerdem weiß ich natürlich, welche Produkte aus eigenem Anbau unseres Obstbaubetriebs kommen.

Mein Bestellverhalten sieht normalerweise so aus: Am Sonntag oder Montagmorgen gehe ich in den Onlineshop und schaue, was in unserer Kiste zu finden ist. Dann werfe ich erstmal alles, was nur eine EU-Zertifizierung hat raus, denn da könnte ich ja ebenso in den nächsten Supermarkt gehen. Danach schaue ich, was ich noch zusätzlich an Obst und Gemüse möchte, und kann mir dabei schon überlegen, was ich in der kommenden Woche kochen möchte – der große, große Pluspunkt am neuen Konzept! Ich weiß, dass viele Leute Schwierigkeiten haben, wöchentliche Essenspläne zu erstellen. Durch die Bestellung bin ich gewissermaßen gezwungen, mir darüber klar zu werden, was diese Woche auf meinem Teller landen soll. So kann ich ggf. dann auch montags oder dienstags noch in den Supermarkt gehen und dort weitere Zutaten kaufen, die ich für meine geplanten Gerichte brauche.

Die zusätzlichen Angebote nutze ich gelegentlich trotzdem, um auf meinen Mindestbestellwert zu kommen: Da findet sich bei mir dann mal eine Flasche eigener Apfelsaft oder eine Packung mit Cashewnüssen. Außerdem kaufe ich regelmäßig einen Laib Brot, der dann mitgeliefert wird. Beim Bestellen merke ich schnell, ob ich für die kommende Woche die Kiste überhaupt brauche: Schätzungsweise 1x im Monat heißt es dann auch „Diese Bestellung stornieren“ und ich lege eine Lieferpause ein.

Was die Vorteile anbelangt, auf die ich schon in meinem ersten Beitrag eingegangen bin, so kann ich diese weiterhin unterschreiben. Da wir jetzt aber nicht mehr den Druck haben, ein Lebensmittel aus der Kiste ungeplant verarbeiten zu müssen,  ist es insgesamt stressfreier geworden und wir brauchen auch nichts mehr wegwerfen. Unsere Kosten haben sich m.E. gut eingependelt: da wir Basislebensmittel wie Mehl, Reis oder Nudeln auf Vorrat kaufen, bin ich vielleicht so 2-3 Mal im Monat im Supermarkt (und zusätzliche 2 Mal in einem kleinen Markt um die Ecke).

Mein Fazit: Da ich nahezu täglich zuhause esse, passt das Konzept „Biokiste“ nach wie vor gut. Mit der Qualität der Lebensmittel sind wir sehr zufrieden und durch die erhöhte Transparenz im Onlineshop können wir noch besser auswählen. Abzug gibt es nur für die m.E. sinnfreien, ebenso verfügbaren Produkte – die ich aber selbst natürlich nicht kaufen muss.

Ein Gedanke zu „Ein gutes Jahr mit der Biokiste (Erfahrungsbericht)

  1. Pingback: Zwischen den Zeilen (Jahresrückblick 2016) | Preach it, Baby!

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