#augustbreak2016 – Bedroom window

Mein schönstes Schlafzimmerfenster hatte ich in meiner Jugend: Ein Zimmer unter dem Dach mit einem großen Dachfenster, dessen Rollladen ich in manchen Nächten oben ließ, um einen traumhaften Ausblick auf den Sternenhimmel zu genießen. Nun ja, man weiß doch erst als junger Erwachsener in einer Mietwohnung oder gar einem 12qm-Zimmer den Komfort, den die Eltern einem boten, so wirklich zu schätzen. Nicht, dass ich persönlich ein undankbarer Teenie war – Ich beobachte häufig, wie jungen Leuten die Leistung der Eltern erst so richtig bewusst wird, wenn sie anfangen, selbst Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Die Durststrecken, die dabei einfach dazugehören, sind meiner Meinung nach entscheidend für die Entwicklung von Respekt und Genügsamkeit.
Heute wohne ich für meine Begriffe recht komfortabel zur Miete. Wie ich in meinem 6-Uhr-Beitrag schon schrieb, genieße ich morgens den Ausblick auf mein Bücherregal, was die gleichzeitige Konfrontation mit meinem Arbeitsplatz deutlich abmildert. Ich freue mich täglich an meiner Schreibtischlampe und den duftigen Vorhängen vor dem Fenster.

[Bei Raph Elle findet ihr heute Schlafzimmerfenster zum Träumen.]

8 Gedanken zu „#augustbreak2016 – Bedroom window

  1. Geschmunzelt hab ich bei der Mietswohnung — deswegen wohnt die Mietse bei dir, he?

    Und was du da über die Dankbarkeit gegenüber den Eltern schreibst .. da stimm ich voll zu. Gerade neulich noch, als ich mit einem prinzipiell bindungswilligen Single schrieb und fragte, was er mit „ich erziehe meine Kinder autoritär und nach konservativen christlichen Maßstäben“ meint, ob er sie verhaut? Wer seine Kinder liebt, der züchtigt sie?
    Und er zurück schrieb, natürlich, oder sei mir als Kind nie der Hintern versohlt worden?
    Nein, antwortete ich, meine Eltern seien 68er und wir Kinder seien nicht geschlagen worden.
    Ich war plötzlich sehr stolz auf meine Eltern!
    Von diesem Typ hab ich nie wieder auch nur ein Leerzeichen zu lesen bekommen :-D

    • Das Netz bescheinigt mir für „Mietswohnung“ einen Dialekt aus dem Kohlenpott :D Ich hab den Fehler aber eher gemacht, weil ich an „Mietshaus“ gewöhnt bin.
      Ja, solche Dinge fallen einem irgendwie erst Jahre später auf… als Kind hält man sie für selbstverständlich und irgendwann merkt man, was für Glück man doch hatte.

  2. Seh ich auch so mt der Dankbarkeit. Und ein Dachfenster hatte ich auch als Kind und Jugendliche ♥ echt toll, immer in den Himmel schauen zu können – egal, ob in die Wolken, den blauen Himmel, Schnee, Regen, Sterne … :)

  3. Pingback: the ideal bedroom window view. #augustbreak2016 | raphxelle

  4. Wie recht du hast damit, wie oft ärgere ich mich, dass ich nicht zu schätzen wusste was meine Eltern mir boten! Man lernt oft die Dinge erst zu schätzen, wenn man sie sich selbst erarbeiten muss.

    • Es tut gut zu hören, dass auch andere diese Erfahrung bestätigen. Vor allem wissen wir jetzt: Wenn wir selbst Kinder kriegen, wird es wohl mindestens ein Vierteljahrhundert dauern, bis die das auch checken :-D

      Ps. Bin jetzt mit dem #augustbreak leider hinterher und werde wohl dann geballt ein paar Beiträge nachholen müssen…

      • Ja, leider zu 100%! Stimmt, es ist immer gut vorbereitet zu sein, oder ;)

        Mir gehts genauso, das holen wir schon auf! Ich versuchs morgen mit voller Kraft. Jetzt haben wir schon fast 2/3 geschafft, der Rest wird auch kein Problem mehr sein! :) Ich glaub an uns!

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