#augustbreak2016 – Favourite mug

Ich könnte euch, wäre ich zuhause, mühelos meine Lieblingstasse präsentieren. Ich habe sie nicht, weil sie besonders schön ist, sondern weil ich sie von meinem Patenkind vor einigen Jahren geschenkt bekam. Sie hat eine gute Größe und ist glücklicherweise recht stabil.
Allerdings schreit mir dieses Stichwort gerade viel zu laut „Wohlstandsgesellschaft“ ins Gesicht. Nach der Lieblingstasse zu fragen, setzt voraus, dass das Gegenüber mehrere Tassen besitzt, aus denen es vermutlich verschiedene Getränke wie Kaffee oder Tee trinkt. Dabei haben viele Menschen nicht mal Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Menschen auf der Flucht leben von der Hand in den Mund, Familien teilen sich das Lebensnotwendigste.

Aus einem Berg an Geschirr hingegen die liebste Tasse auszuwählen, zeigt zumindest mir einmal mehr, wie privilegiert ich bin. Ich bin so reich, dass ich mir als Tourist gleich alle drei Tassen kaufen könnte, die ich heute in einem kleinen Laden entdeckt habe. Kurz habe ich gezögert, ob mir die obere als Kitsch nur ein müdes Lächeln entlocken soll oder sie eine ernst gemeinte Aufforderung darstellt. Erstrebenswert ist es jedenfalls:
„Make art, not war.“

3 Gedanken zu „#augustbreak2016 – Favourite mug

  1. Egal was man macht, Kriege muss man vermeiden.
    Kriege gehören abgeschafft.
    Habe eben auf Arte “der Krieg der Knöpfe” gesehen und an einer stelle im Film stellen die Anführer der verfeindeten Gruppen fest, dass es schon zu spät ist für eine anständige Schlacht. “Wir treffen uns morgen”, wird beschlossen.
    Lasst den Krieg halt ausfallen, man hat sonst nur Scherereien.

  2. Ich glaube, obwohl ich die anderen auch sehr sehr gerne mag, ist das mein Lieblingsbeitrag für #augustbreak2016. So umfassend und treffend, dass man es gar nicht besser sagen kann.
    So wahr dein Beitrag auch ist, so toll finde ich die Tassen am Bild! Ich glaub ich wäre schwach geworden. Bei so außergewöhnlichen Fundstücken schaltet das Minimalismuszentrum in meinem Gehirn immer komplett aus.

    • In diesem Fall hatte ich meinen Mann dabei, der mir sagte: Nein, du kaufst jetzt keine Tasse und wir haben gerade auch kein Geld in der Tasche. :-D Allerdings bin ich jetzt auch fast ein bisschen traurig, denn ich hätte mich sicher lang an einer der Tassen erfreut. Das nächste Mal muss ich mich also doch mehr durchsetzen ;)

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