5 Jahre „Preach it, Baby!“

WordPress gratuliert meinem Blog und mir heute zum 5. Jahrestag und das ist doch einen Blogpost wert. Immerhin sind wir schon ein bisschen wie ein Liebespaar, mein Blog und ich. Von der Verliebtheitsphase (ich denke ständig an dich und will dir am liebsten alles sofort erzählen) über die symbiotische Pärchenphase (wir unternehmen alles gemeinsam) haben wir bis hin zu Phasen des Rückzugs und der Distanz (ich mache das lieber mit mir selbst aus) oder des Fremdflirtens (andere Blogs haben auch schöne Augen schöne Texte) schon einiges durchgemacht. 318 Begegnungen sind dokumentiert, in diesem Jahr sind es gerade mal 20, was zeigt, dass wir wohl derzeit eher nebeneinander her leben.
Für meine treuen Leser*innen habe ich ein paar Auszüge aus den letzten fünf Jahren zusammengestellt:


[Erster Header im Juli 2012]

Glück
Das ist nicht wie rosa Zuckerwatte, klebrig und süß
Glück ist wie ein Pfennig, gefunden in der Straßenrinne
verschmiert und dreckig, doch für den Finder von Wert
fast wäre er in den Gulli gerollt, doch da liegt er, klein und stumm
und ich hab ihn noch gesehn
[Gebloggt am 22.01.2013]

Liebeserklärung an den Sommer
Endlich ist der Sommer da und wie sehr genießen wir ihn!
Wir tragen kurze Shirts und darunter den Bikini, setzen uns die Sonnenbrille keck in die Haare und gehen Eis essen, ins Freibad oder an den See. Oder aber wir liegen einfach nur faul im Garten und essen Wassermelone und Erdbeeren.
[Gebloggt am 16.06.2013]

Curriculum Vitae
Und ich?
Ich stelle fest, dass ich zu alt geworden bin, um mich herauszureden.
Zu sehr ich selbst, um noch zu beschwichtigen.
Ich habe zu viel hinterfragt, zu viel dekonstruiert, um an dein Luftschloss noch glauben zu können, oder vorzugeben, dass ich es mit dir teilen würde.
Vor weniger als einem Augenblick stand ich noch in einem Raum mit zehntausend offenen Türen. Doch jetzt und heute sehe ich, ich bin längst durch meine eigene Tür hindurchgegangen.
Und ich gehe nicht zurück.
[Gebloggt am 25.08.2013]

Riesenrad fahren.
[Gebloggt am 29.04.2014]

Da drückte er mir einen Kuss auf die Wange und sagte nur: Entscheidend ist doch, wer du in Gott bist. Wer du für Gott bist. Was er über dich denkt. Darauf kommt es an.
[Gebloggt am 29.06.2014]

 

Unausgesprochen
aus der Reihe: Tonspurexperimente, die ich gern mal weiterführen möchte.
[Gebloggt am 30.05.2015]

Worte wie Luftballons
Viel zu oft schreibe ich für dich.
Ich sehe Bilder und lese Zitate und setze sie wie ein Mosaik für dich zusammen. Ich bilde ein Kunstwerk vor deinen Augen, es ist mein Werk und natürlich nicht meines allein, es gehört auch ihm und ihr und dem Mädchen, das ich neulich im Bus sah. Dennoch blitzt immer wieder etwas darin auf, das nur für dich ist, ich reiche dir die Hand in meinem Schreiben, unsichtbar strecke ich sie aus, meine Fingerspitzen berühren dich beinahe, ein Bild, ein Wort, der Wind trägt es mit sich in eine andere Welt, und dann ist der Zauber auch schon wieder vorbei, verflogen, bis ich irgendwann neue Wörter und Leerzeichen wie Luftballons in den Himmel aufsteigen lasse. Direkt vor deinen Augen fliegen sie los und auch wenn du die angehängten Karten niemals findest, sind sie doch allein für dich bestimmt.
[Gebloggt am 14.06.2016]

#augustbreak 2016
[Gebloggt am 03.08.2016]

Also, wenn ihr mich sucht: Ich bin abgetaucht / im Pool / in meine Urlaubslektüre versunken / beim Essen / auf einem Road Trip quer durch Istrien / mit dem Einkauf von Schnaps beschäftigt / Boot fahren / den Sommer genießen.
[Gebloggt am 28.08.2016]
 

Gemeinsam einsam
Der Himmel ist blau und leuchtet.
Ich lerne, dass meine Isolationsgefühle völlig normal sind. Das Gefühl, am Ende allein zu sein, ist weder neu noch erschreckend (auch wenn es mich umhauen, lähmen und stundenlang betrunken auf dem Sofa zurücklassen kann). Im Gegenteil, das Gefühl ist vertraut und bekannt, und ich kenne diese spätmoderne Gesellschaft viel zu gut, als dass ich noch Angst davor hätte, es in einem Gespräch messerscharf zu benennen. Vielleicht kenne ich auch nur die Literatur, die Frage hat ihre Berechtigung, doch in jedem Fall wurde ich noch nie enttäuscht, es folgten stets ein Nicken und ein verständnisvoller Blick. Ich studiere Literatur- und Kulturtheorie im Master, zu irgendwas muss dieser Studiengang ja gut sein, denke ich gerade.
[Gebloggt am 31.01.2017]

Es war nicht ganz leicht, aus der Vielzahl der Texte, Töne und Bilder auszuwählen, drum lade ich euch ein, gern in den verschiedenen Kategorien meines Blogs zu stöbern! Ich habe dabei gerade festgestellt, dass ich mittlerweile sehr viel ‚ausgewählter‘ blogge als früher und dass mir dadurch manche kreative Dynamik verloren geht. Ich habe große Lust, wieder bei einer Bloggeraktion mitzumachen, da die Stichworte helfen, manches Rohe und Unfertige zur Sprache zu bringen. Wir werden sehen, was sich so anbietet.

Genießt den Sommer, meine Lieben! Und lasst mal was von euch hören!

2 Gedanken zu „5 Jahre „Preach it, Baby!“

  1. gestern hab ich fälschlicherweise mit dem Datum 13.8. unterschrieben und dachte gleich, Moment, wer hat noch am 13.8. …?
    Es ist der Vorgarten.
    Da hab ich noch ein paar Tage, unser ZEHNjähriges vorzubereiten.

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