Wettlauf

Wenn das Leben so schnell rennt, dass du nicht mehr mithalten kannst: Der Asphalt unter den Füßen, die quietschenden Schuhe, der Mensch im Trikot vor dir. Keuchend läufst du hinterher und siehst irgendwann nur noch Staub, als deine Beine dir den Dienst verweigern. Völlig aus der Puste hältst du dich an der Straßenlaterne fest. Dein Herz klopft dir bis zum Hals und kleine Schweißtropen fließen über deine Stirn. Du atmest tief ein, ziehst den Sauerstoff durch Mund und Nase und hörst dem Herzklopfen zu. Das Leben pocht in dir und so hast den Blick längst von deiner Laufstrecke abgewandt. Soll sie doch ohne dich rennen, diese verrückte Welt. Soll sie dich in ihrem Um-sich-selbst-Kreisen mittragen, denkst du plötzlich, und drückst die Hände auf den Boden.

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