Zwischen den Zeilen (Jahresrückblick 2016)

Zwischen all den Zeilen hier ist viel passiert. Immer mehr Menschen kennen mein Gesicht und die Pseudonymität hat sich langsam, aber sicher überlebt. Größtenteils fühlt sich das gut an, doch manchmal hebt es auch die Hürde für Beiträge und ich spüre die neugierigen Blicke auf meiner selbstgestrickten Wortkleidung.

2016-tumblr

Mein Blog hat sich im letzten Jahr verändert, mit dem #augustbreak2016 von Susannah Conway und dem #lovember der Vorgärtnerin habe ich mir zwei Mal Stichworte ins Haus geholt, an denen ich entlang schreiben konnte. Dabei waren die Fremdvorgaben nicht Last, sondern vielmehr Entlastung: Ich konnte etwas von mir zeigen, ohne selbst den Titel setzen zu müssen.

Alle weiteren Texte waren rar gesäht:

Meinem Beitrag „Es sind immer die kleinen Dinge“ wurde dank Christinas Verlinkung besondere Aufmerksamkeit zuteil, was mich sehr gefreut hat. Die Arbeit an meinem Ahnungen-Zyklus in den drei Monaten intensivster Examensvorbereitung hat mich einiges an Kraft und Nerven gekostet, sodass ich den Zyklus anschließend in meinem Beitrag „Die Perspektive einer Sätzeschieberin“ reflektiert habe. Viel leichter war es da, schöne Draußenbilder zusammenzustellen, gerade weil diese Beiträge für mich meinen textlastigen Blog immer wieder ein wenig auflockern. Im Anschluss an das Emergent Forum habe ich kurz Über Wahrheit und Schönheit. nachgedacht und nun zum Jahreswechsel auch mal eine Predigt von mir eingestellt. Mit meinem Prosatext „Abschiedsgruß“ habe ich wohl einige Leser*innen verschreckt, die mutmaßten, das wäre das Ende meines Blogs. Aber nein, ich habe nicht vor aufzuhören –

Ich habe nur das Gefühl, nicht mehr bloß langsam zu sein, sondern in einem Meer an Ungesagtem zu ertrinken. Zu viele Texte haben es nicht auf diesen Blog geschafft, obwohl sie fertig in der Schublade liegen oder sogar im Print bereits veröffentlicht wurden. Und noch mehr Texte haben es nicht einmal aufs Papier geschafft, blieben irgendwo zwischen Kopf und Herz und Fingerspitzen hängen oder manifestierten sich ausschließlich in meinen berühmten „ein Drittel Gedicht und fünf Schlusssätze“.

Schreiben ist mein Medium. Wenn ich nicht schreibe, dann kann ich nicht loslassen und wenn ich nicht loslasse, dann ertrinke ich (gerade so, wie es Erin in ihrem Gedicht schreibt). Natürlich muss nicht alles auf dem Blog landen, ganz sicher nicht, doch mir scheint, als hätte mich mit dem Durchsichtigwerden meines Alter Ego auch ein wenig ihr Mut verlassen. Und dem will ich 2017 entgegensteuern. Die selbstgesteckten Grenzen überschreiten, die Schere im Kopf zurück in die Schublade legen und Fiktionales ohne Angst vor realen Fragen veröffentlichen. Denn zwischen all den Zeilen hier ist viel passiert.

Auf ein Neues!

Schreiben.

Antje hat mich für den Liebsten Award nominiert und stellt Fragen zu meiner kreativen Tätigkeit.
In Anlehnung an Frauke & Lars nenne ich diesen Beitrag einfach mal „Schreiben“ und werde die Fragen darauf beziehen.

Wie war Dein Weg zu Deiner kreativen Tätigkeit bisher?

Irgendwann im Kindergarten Stift und Papier in die Hand und dann mal los. Wann ich tatsächlich mit dem poetischen Schreiben angefangen habe, kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Und in Bezug auf die pubertären Gedichte meiner Jugend sollte ich mich wohl besser bedeckt halten.

Ein einschneidendes Erlebnis, das Schreiben als meine kreative Tätigkeit zu sehen, war in jedem Fall ein Schreibworkshop im Rahmen eines Künstlertages für Jugendliche. Dieser Tag fand in einer großen charismatischen Gemeinde statt und wurde zwei Wochen zuvor bei einem christlichen Event durch zwei junge Leute mit viel Tamtam und überhaupt ziemlich durchgeknallt angekündigt (So nach dem Motto „Wenn ihr auch irgendwie anders seid als andere, dann kommt!“ – oder so ähnlich). Spätestens als meine versammelten Freundinnen über die Darbietung der beiden nur die Nase rümpften, während ich selbst jedoch völlig hingerissen war, wusste ich, dass das mein Ort war. In den Schreibübungen an diesem Tag konnte ich auf einmal genau das ausdrücken, was die ganze Zeit schon in mir war – niemand lachte darüber, keiner verdrehte die Augen, ich war unter einem Haufen traumtänzerischer Künstler angekommen.

Was liebst Du an Deiner kreativen Tätigkeit am meisten?

Ich liebe es, zu sehen, wie sich Wörter aneinanderreihen, wie das nachfolgende Wort dem zuvor Gesagten einen neuen Sinn verleiht, wie die Buchstaben auf dem Papier oder Bildschirm aussehen, wie auf einmal etwas da steht, das zuvor nur im Innen, nicht aber in den Gedanken war. Ich mag dieses:

und dieses:

Wie bringst Du Dich in kreative Stimmung?

Ich hoffe natürlich immer auf den Musenkuss und habe in den letzten Jahren festgestellt, dass er mich am häufigsten in meinen Träumen ereilt. Ich gehöre zu den Menschen, die sich morgens meist an ihre Träume erinnern können, und wenn ich besonders intensiv träume, begleitet mich die Stimmung des Traumes noch in den ersten Stunden des neuen Tages. Greife ich dann einen Moment, eine Szene oder ein Gefühl heraus, braucht es oft nur einen ersten Satz und los geht’s. In meine Texte baue ich manchmal ganze Traumsequenzen ein, meist sind die Traum-Momente aber nur der Ausgangspunkt, auf dem dann eine eigene, neue Geschichte wachsen kann.

Ansonsten helfen bei mir Bleistift und schönes Papier, handliche Notiz- und Tagebücher oder auch mal die leere Beitragsmaske auf dem Blog-Dashboard. Es braucht einen Platz, auf dem sich die Gedanken niederlassen können. Musik ist nur bedingt hilfreich, besser sind Ruhe und eine Tasse Tee.

Wo und wie lernst Du Neues dazu für Deine kreative Tätigkeit?

Lesen. Lesen. Lesen.

Studiumsbedingt verbringe ich viel Zeit mit wissenschaftlichen Texten, da kommt die Literatur schnell zu kurz. Allerdings lese ich, schon seit ich denken kann, gern Gedichte. Diese entdecke ich sowohl auf diversen Blogs als auch im ganz altmodischen Gedichtband auf dem Nachttisch. Ich mag die Reclam-Reihe zu den einzelnen Monaten. Ich lese nicht nur zum Genuß, sondern schaue auch auf die Technik, die die Autoren sich zunutze machen: Stilmittel, Satzbau, Bilder. Auch die bereits beschriebene Schreibwerkstatt oder bestimmte Übungen aus dem Netz waren schon hilfreich.

Was sind Deine kreativen Ziele für die nächsten drei Jahre?

Mehr erzählen, weniger berichten. Ich will das, was ich als meinen eigenen Stil ansehe, weiter ausbauen und möglichst wenig Zeit mit dem Nachahmen anderer verbringen. Das mag vielleicht komisch klingen, aber an sich ist es m.E. nichts Schlechtes, den Stil von anderen auszuprobieren und ins eigene Schreiben verschiedene Richtungen aufzunehmen. Mein Ziel ist es aber momentan, das „Eigene“ herauszuschälen, zu vertiefen und – hoffentlich – zu erweitern.

Danke für die Nominierung, liebe Antje, die Fragen schienen mir zwar erst gar ganz schön schwierig, aber dann ging es mir doch leichter von der Hand als erwartet. Ich hoffe, du bist zufrieden :-)

Rückblick und Ausblick

Ich hätte nicht gedacht, dass ich es noch schaffen würde, vor meinen Prüfungen einen Beitrag zu schreiben. Insbesondere nach diesem vollen April, der mich trotz vieler schöner Momente auch so manchen Nerv gekostet hat.

Rückblick

Die Aktion #aprillove2015 ist zu Ende und ich will kurz schreiben, wie es mir damit ging und was ich fürs Bloggen daraus gelernt habe.

Erstens: Gute Stichwörter sind wichtig, aber gute Ideen dazu sind noch wichtiger. Ich wollte auf keinen Fall eine Ansammlung von x-beliebigen und spontan geknipsten Bildern erzeugen, also haben mich die Begriffe immer wieder herausgefordert. Daran habe ich gemerkt, dass mein Anspruch beim Bloggen schon ziemlich hoch ist und dass ich selbst ein Ideal im Kopf habe, wie ein guter Beitrag von mir aussehen soll. Diesem Ideal entsprechen in der Realität nur sehr wenige Blogposts, wie sollte es da also bei täglichen Stichwortaufgaben anders aussehen? An ein paar Tagen habe ich also losgelassen und dennoch auf „Publizieren“ geklickt. Und an anderen Tagen war ich überrascht, was ich dann doch auf Knopfdruck produzieren konnte. Positiv überrascht und schließlich froh, es gewagt zu haben.

Zweitens: Danke! Die Reaktionen auf die täglichen Beiträge waren vermutlich das, was ich in einem sehr anstrengenden April gut gebrauchen konnte. Euer Zuspruch und die kleinen Klicks auf „Gefällt mir“ haben mich sehr gefreut und ermutigt (und manches mal vom Lernen etwas abgelenkt)! Dass ich an ein paar Tagen Unterstützung von Freundinnen erhielt, hat die ganze Sache für mich noch runder gemacht. Wie ich es mir schon im März bewusst machte: „Andere schreiben auch noch.“ Daher nochmals ein großes Dankeschön an Steffi, Frau Auge und meine liebste Milla (es wird gemunkelt, sie richte gerade einen eigenen Blog mit Gedichten ein… ich hoffe, es bleibt nicht bei den Gerüchten…)!

Drittens: Tägliches Bloggen entspricht nicht meinem Rhythmus. Auch wenn die meisten Blogposts pünktlich um 8 Uhr morgens online gingen, hat es mich ganz nervös gemacht, wenn nicht wenigstens 2 Tage im Voraus geplant waren. Mit meinem bisherigen Rhythmus von 1-2 Beiträgen pro Woche geht es mir da eindeutig besser, daher werde ich auch dabei bleiben. Schwierig war es auch, mich nicht den Themen widmen zu können, die mir eigentlich gerade im Kopf herum schwirrten, für die ich aber mehr Zeit gebraucht hätte. Durch die Stichwörter und die enge Taktung war klar, dass ich im April nicht darüber hinaus an Blogposts arbeiten würde und so liegen jetzt einige Ideen in diversen Schubladen in meinem Kopf, zu denen normalerweise zumindest eine Rohfassung existieren würde.

Viertens: Mehr als erwartet. Im Rückblick betrachtet ist ein schöner und tatsächlich von viel Liebe und Lebensfreude erfüllter Blogmonat entstanden. Ich habe vermutlich mehr Bilder veröffentlicht als in über 2 Jahren Bloggeschichte und mal wieder gelernt, welche Wirkung und Relevanz Bilder beim Bloggen haben. Auch wenn ich beim geschriebenen Wort bleiben werde, will ich doch in Zukunft noch mehr die Augen nach schönen Motiven aufhalten. Die Herausforderung, geeignete Fotos zu finden und auf Ansage kleine Texte zu schreiben, hat mehr zum Vorschein gebracht als ich erwartet hätte! Heute freue ich mich daran, durch die kleinen Beiträge zu klicken und das zu sehen, was in einem Monat entstanden ist.

Ausblick

Wie schon zu Beginn dieses Beitrags erwähnt, stehen bei mir große Prüfungen an, denen ich in den kommenden zwei Wochen meine volle Aufmerksamkeit widmen werde. Es sind drei schriftliche Prüfungen und damit der erste Teil meines Examens. Auf „Preach it, Baby!“ geht es also erst danach weiter und weil ich über diese Verschnaufpause zum Gedankensortieren ganz froh bin, werde ich mich jetzt auch nicht auf ein Datum festlegen :-)

Ich wünsche euch einen wunderschönen Mai!

Mathilda

#aprillove2015

Wie die meisten regelmäßigen Leser*innen schon mitbekommen haben, geht es hier gerade eher langsam zu. Das liegt vor allem daran, dass ich mich in einer Intensivlernphase für mein Examen befinde und erstaunlicherweise zwar immer noch viel schreibe, aber mir meist die Energie und Muße fehlen, das danach auch in Form von Blogposts zu bringen.
Daher habe ich mir überlegt, dass es im April etwas Locker-Leichtes für zwischendurch gibt, etwas, das ich so noch nie mit meinem Blog gemacht habe, was mich neben dem Lernen wenig Kraft kosten wird und euch an manchen Stellen möglicherweise ein wenig mehr an meinem Alltag teilhaben lässt als das sonst der Fall ist:

Ich mache bei Susannahs Photo Challenge „April LOVE 2015“ mit!

Die Challenge funktioniert so, dass Susannah Stichworte vorgibt, zu denen man etwas fotographieren kann. Schon auf den ersten Blick fand ich ihre Stichworte sehr inspirierend und dachte, das ist etwas, was mir Freude machen wird!

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Ich werde mir die Stichworte nehmen und jeden Tag einen neuen Beitrag dazu hochladen. Vielleicht werde ich gelegentlich ein paar Sätze dazu schreiben oder auch mal ein Stichwort mit einem kurzen Text beantworten, wir werden sehen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, auch mitzumachen, kann sich gern anschließen!
Bei Susannah läuft die Challenge vor allem über Flickr und Instagram und ich bin noch nicht sicher, ob ich mich extra dafür anmelden werde. Wenn also noch jemand mit Blog mitmachen möchte – nur zu! Ich würde mich freuen!

Auf einen April voller LIEBE! ;)

Eure Mathilda

PS. Liebe Email-Follower, ich hoffe, ihr seid nicht böse, nun einen Monat lang täglich eine Mail zu bekommen. Ich habe immer ein wenig Sorge, dass ihr euch zugespamt fühlt, hoffe aber, dass ihr einfach Freude an meinen Bildern haben werdet :-)

„Preach it, Baby!“ mit Tonspur

Spätestens beim Vorlesen auf der Con:Fusion hatte ich den Gedanken, dass ich zu manchen meiner Texte gerne eine Tonspur anbieten würde. Natürlich nicht zu allen und auch nicht stattdessen, denn mein Medium sind immer noch die Buchstaben, schwarz auf weiß, schreiben und lesen. Doch bei manchen Gedanken und Rohdiamanten mag ich lieber das Ohr als Eingangstor anstelle des kritischen Auges. Daher habe ich mir ein einfaches Programm zum Aufnehmen von Texten heruntergeladen, mein Mikrofon ist ganz bestimmt auch nicht das Beste, aber ich will weiterhin experimentierfreudig sein und schauen, ob sich durch die Stimme nicht noch mehr von meiner Vorstellungswelt transportieren lässt.

Ich werde also in nächster Zeit und solange ich lustig bin, alte Texte vorlesen und aufnehmen und die Tonspur bei den jeweiligen Beiträgen einfügen. Dazu gibt es (unter „Willkommen“) noch eine neue Kategorie „Mit Tonspur“, unter der ihr dann alle bereits vorgelesenen Beiträge finden könnt. Um auf die jeweils neuen Tonspuren hinzuweisen, werde ich kurze Hinweisbeiträge mit Links schalten, die ich nach einer Woche aber auch wieder löschen werde, damit mein Blog am Ende nicht davon überschwemmt ist. Ich will euch informieren, aber nicht zuspamen, eine Gradwanderung, die mir hoffentlich gelingt. Wenn nicht, meldet euch!

Neue Beiträge bekommen die Tonspur natürlich gleich anbei. Ich bin ganz schön aufgeregt, gespannt und vorfreudig…. Ich hoffe, ihr seid es auch!

PS. Es ist so schön, ich erzählte am Wochenende einem Freund von meinem Vorhaben und der lieh mir daraufhin doch gleich sein richtig gutes Mikrofon aus. Wie sich die Dinge zusammenfügen – ich freue mich riesig und sage danke!

Silvester

oder auch: Huch!? Sie schreibt schon wieder??

Liebe Leser*innen,
habt keine Sorge, im neuen Jahr geht das nicht so weiter. Jeden Tag ein Beitrag, da kommt ja niemand hinterher. Doch die letzten Tage hat es mir wirklich Spaß gemacht, meine 14 Punkte noch zu komplettieren und auch den Jahresrückblick noch in 2014 zu packen. So kann ich ohne Altlasten in 2015 starten. Und darauf freu ich mich schon riesig!

Das Bloggen dieses Jahr hat mir unheimlich viel Freude bereitet, trotz einer Pause aufgrund streikendem Laptop im Frühjahr und der selbst verordneten Sommerferien, bin ich immer wieder gern auf mein Dashboard zurückgekehrt, habe Beiträge erstellt und hochgeladen. Mein persönliches Ziel sind 1-2 Beiträge pro Woche, das bleibt auch für die nächste Zeit bestehen.

Als ich mir gestern die Jahresstatistik anschaute, wurde ich sehr dankbar dafür, was sich auf „Preach it, Baby!“ in diesem Jahr alles getan hat. Ich habe neue Kontakte geknüpft (sowohl analog zu digital als auch umgekehrt), ihr schreibt mir noch mehr nette Kommentare, Emails und sogar Briefe (!) zu meinen Blogposts und ich freue mich einfach daran, mit diesem Blog wirklich „mein“ Medium gefunden zu haben. DANKE für alle eure Rückmeldungen! Sie bedeuten mir sehr, sehr viel.

Vor kurzem las ich bei Daniel, dass er sein Blog als „Portal zu seiner Welt“ versteht und ich finde, dieser Begriff trifft es ganz gut. Wenn ihr also weiterhin an meiner Welt zwischen Star Trek, Biokiste und Theologie teilhaben wollt, gern Gedichte lest und Rezepte ausprobiert und euch dieses Sammelsurium an Gedanken mehr erfreut und inspiriert als verstört (wobei das ja auch schon mal ein Anfang wäre), dann seid gern auch 2015 mit dabei! Ich will keine Versprechungen machen, was es alles Tolles geben wird, doch wer mir kennt, weiß, dass die nächste Begegnung nicht auf sich warten lässt und dass ich zu denen gehöre, die manchmal schon vor dem Frühstück an nicht weniger als sechs unmögliche Dinge denken

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein wundervolles Jahr 2015!
(Ich melde mich dann morgen wieder ;))
Liebe Grüße!

Mathilda

November 2014 mit 1000 Aufrufen!

Statistik2014

Liebe Leserinnen und Leser,
meine WordPress-Statistik vermeldet für den letzten Monat die höchsten Zugriffszahlen seit ich dieses Blog im Juli 2012 gestartet habe – und das sogar noch vor meiner Teilnahme an der Con:Fusion (bei der natürlich viele neugierig waren und dann über meinen Twitteraccount hierher gestolpert sind). Als ich im Lauf des Monats immer mal wieder einen Blick in die Statistik warf, war ich ganz schön geflasht. Ich weiß ja, dass ich mit 1000 Aufrufen im Monat immer noch ein kleines Lichtlein am Bloggerhimmel bin, doch ich habe mich sehr darüber gefreut!

WordPress ist leider nicht so genau in der Zählung: Ich kann meine RSS Abonnenten nicht einsehen und es ist auch möglich, meine Posts via Feedreader zu lesen (und auch mit „Gefällt mir“ zu besternen), ohne dass das als Aufruf der Seite aufgenommen wird. Daher stimmt diese glatte 1000er Zahl natürlich nicht. Trotzdem nehme ich es einfach als ein Lächeln meiner Statistik, dass immer mehr Menschen auf diese Seite zugreifen, sich durch meine Beiträge klicken und hoffentlich auch etwas Inspiration hier finden. Ich schreibe sehr gerne für euch! Schön, dass ihr dabei seid!

Im Dezember wird es noch einige Beiträge geben: Drei Punkte meiner 14-Punkte-Liste sind noch offen und ich bin selbst gespannt, ob ich das mit dem Gedicht morgens um 4 oder 5 noch hinbekomme. In meiner Vorstellung vom Januar sah ich mich ja regelmäßig zu solch früher Stunde aufstehen und am Schreibtisch sitzen, während der Rest der Stadt noch in den Federn liegt. So kann man sich täuschen.

Außerdem plane ich eine Reihe über Werte: Ich möchte darüber schreiben, was mir selbst im Leben wichtig ist und wie ich anderen Menschen begegnen will. In den letzten Wochen habe ich nämlich gemerkt, dass ich da einige klare Koordinaten habe und in Gesprächen immer wieder stark mache. Ich will euch daran teilhaben lassen, wie ich versuche, diese Punkte in meinem eigenen Leben umzusetzen.

Ihr seht, „Preach it, Baby!“ wird persönlicher. Es ist für mich selbst ein Experiment, ein vorsichtiges Herantasten und Herausfinden, wie viel Privatsphäre ich brauche und womit ich so freigiebig sein kann, dass es öffentlich einsehbar auf dieser Seite steht.

Ich würde mich freuen, wenn ihr dabei bleibt!
Lob und Kritik sind herzlich willkommen!

Liebe Grüße!
Mathilda

Neue Kategorien: Glauben und In eigener Sache

Seit ich mir das neue Bloglayout gegönnt habe, befasse ich mich auch mit der Optimierung meiner selbstgewählten Kategorien. Die letzte neue Kategorie waren die Rohdiamanten, die mir den Raum geben, Angedachtes und Unfertiges zu veröffentlichen. Mein Ziel ist es, dieses Blog über Kategorien und Tags möglichst übersichtlich halten, sodass neue Leserinnen und Leser leicht in die verschieden Themen hineinfinden und alte Hasen ebenso leicht frühere Beiträge wiederfinden können. Neben der Funktion „Ähnliche Beiträge“ unter jedem einzelnen Beitrag sind die Kategorien ein zusätzlicher Weg, um Beiträge zu entdecken, die ich zum gleichen Thema oder mit einer ähnlichen Perspektive geschrieben habe.

Schon länger störte es mich, dass sich in der Kategorie der Ansagen allerlei unterschiedliche Beiträge sammelten, die die Kategorie für mich nahezu ad absurdum führten. Ein genauerer Blick auf die Sache zeigte, dass mit zwei neuen Kategorien Abhilfe geschaffen werden konnte. Folgende Struktur habe ich mir also überlegt:

In eigener Sache: Unter der Rubrik „Willkommen“ finden sich hier Beiträge, die ich in Bezug auf dieses Blog formuliere, zum Beispiel Ankündigungen von Blogpausen oder geplanten Beiträgen ebenso wie Stöckchen, Jahresrückblicke oder Jubiläumsaktionen.

Glauben: Blogbeiträge, in denen ich über meinen Glauben oder Gemeindethemen schreibe, sammeln sich in Zukunft in einer eigenen Kategorie. Als ich dieses Blog begann, hatte ich erst mal nicht vor, dieses Thema separat zu behandeln, da es in meinem eigenen Leben auch kein separates Thema darstellt, sondern es vielmehr durchdringt und an verschiedenen Punkten sichtbar wird. Ich sehe jetzt allerdings, dass es gerade für neue Leserinnen und Leser interessant ist, diese Beiträge an einer festen Stelle zu finden.

Kleinigkeiten: Diese Kategorie musste (oder durfte) nun weichen und wurde in die Kategorie „Leben“ integriert.

Ansagen: Die Kategorie „Ansagen“ kann jetzt ihr eigentliches Ziel erfüllen, nämlich inhaltlich starke, polarisierende, nachdenkliche oder freche Beiträge zu sammeln. Nachdem alle blogbezogenen Ankündigungen in die Kategorie „In eigener Sache“ verschoben waren, sah es schon gleich viel besser aus.

Ich hoffe, damit einen Beitrag zur Übersichtlichkeit meines Blogs geleistet zu haben. Selbstverständlich werde ich auch in Zukunft weiter fleißig basteln, Kategorien und Tags optimieren und vor allem natürlich: Ansagen raushauen, Rezepte mitteilen und über meine aktuelle Lieblingsserie schreiben :-)

Liebe Grüße!
Mathilda

Der Kürbis ist schuld!

Gestern sprach mich Aurora von Theater Disharmonia darauf an, dass mein letzter Blogbeitrag schon über eine Woche zurückliegen würde. Und dass es sich bei diesem Blogbeitrag um ein Rezept mit Kürbis handeln würde. Ich musste grinsen. Denn tatsächlich: Vor lauter Kürbis komme ich nicht mehr zum Bloggen.

Nachdem der Riesenkürbis (siehe letztes Bild) nämlich „geschlachtet“ und eingefroren war (so viel Kürbis kann selbst ich nicht auf einmal verkochen), habe ich in den letzten Tagen erstmal ein Rezept für das allerschokoladigste Schoko-Kürbis-Mus ausprobiert (wird möglicherweise noch verbloggt) und schließlich noch (dank reifer Mango in der Biokiste) eines für absolut leckere Mango-Kürbis-Suppe.

Man kann sagen: Ich bin ein Kürbis-Fan geworden – und gleichermaßen froh, wenn diese Saison auch wieder rum ist! (Neben der reifen Mango gab’s in der Biokiste nämlich auch noch – na, ratet mal – einen Hokkaido-Kürbis…)

Neben der Kürbissaison befinde ich mich seit September auch in der alljährlichen Geburtstagssaison, die nun nicht mehr durch den Geburtstag meines Vaters (Anfang Oktober), sondern den Geburtstag meines Schwiegervaters (Ende September) eingeläutet wird und bis zum Geburtsfest Jesu (Weihnachten) andauert. In dieser Zeit feiern gut drei Viertel meiner Familie und rund zwei Drittel meines Freundeskreises ihr Wiegenfest.

Ich frage mich manchmal, woran das liegt, dass innerhalb einer Familie die Geburtstage so gehäuft sind… und wie ich mich intuitiv auch noch mit genau den Menschen befreunde, die in der gleichen Zeit Geburtstag haben. Vielleicht gibt es doch bestimmte Gemeinsamkeiten nach Geburtsmonaten respektive Sternzeichen ;-)

Für heute bleibt mir nur, euch lieben Leserinnen und Lesern weiterhin einen schönen Oktober zu wünschen – viel Spaß beim Kürbis verarbeiten und haltet die Ohren steif! Die nächsten Blogbeiträge hier befinden sich im Entwurfmodus in meiner Pipeline – aber ihr wisst ja jetzt, woran es liegt: Der Kürbis ist schuld!

Liebe Grüße!
Mathilda

Es geht weiter!

Nachdem ich langsam und sanft aus den Sommerferien hinausgerutscht bin, mich noch einmal umgedreht und gewunken habe, starte ich nun wieder voller Lust und Freude ins Blogleben! Ich danke euch jetzt schon fürs Wieder-vorbei-schauen und besonders der Frau Vorgarten für ihren äußerst zutreffenden und motivierenden Kommentar vor ein paar Tagen:

„Es ist sooooo herbstlich. Die Sommerferien sind vorbei. Ganz sicher.“

Ein klein wenig konnte ich euch mit meinem letzten Beitrag schon an meinen Sommerferien teilhaben lassen – und das ist nicht alles, was in den 6 Wochen passiert ist. Ich hoffe, ihr freut euch auf weitere Erfüllungen meiner 14-Punkte-Liste, auf Lyrisches & Philosophisches, auf Banalitäten, neue Sonntagsrezepte und Liebeserklärungen an das Star Trek Universum. Ich schreibe weiter wie mir der Schnabel gewachsen ist und bin selbst gespannt auf das Gesamtkunstwerk, das dabei hoffentlich entsteht ;-)

Spätsommerliche Grüße
Mathilda

Wie sich die Ferien dem Ende zuneigen

Ich rieche den Herbst schon in der Luft, ich spüre ihn am Abend, wenn ich mich unter eine zusätzliche Decke verkrieche und mir ein paar Wollsocken hole. Für mich fühlt es sich schon fast nach Anfang September an, nach Schulbeginn und Sommerferienende. Dabei ist es doch noch Mitte August und vielleicht kann man einfach von „Spätsommer“ reden, ein schöner Begriff, er dehnt den Sommer noch aus und lässt uns einzelne warme Tage erst recht genießen und über die kühleren weniger traurig sein.

Ja, hier geht es bald weiter. Ich bin noch nicht ganz sicher, wie und womit. Aber ich habe ja auch noch ein oder zwei Wochen Zeit, die ich mir zum Sinnieren, Fühlen und Denken auch nehmen werde. Die Pause tat und tut gut. Ich habe sie mir halb zwangsweise verordnet und die ersten Tage fiel es mir noch schwer, nicht an neuen Beiträgen zu basteln. So landete noch der ein oder andere alte Gedanke in der Warteschleife, bereit zur Veröffentlichung.

Doch nach den Ferien beginnt etwas Neues. Ich kann es schon riechen. Diesen Sommer ist viel passiert und einige Ereignisse lassen mich als eine andere zurück. Damit meine ich nicht nur #3 meiner 14-Punkte, sondern immer noch und vor allem #12 und im weitesten Sinne auch #4. Ich werde euch teilhaben lassen, so gut das mein Alter Ego hier hinbekommt. Und wie ich von Nimue gelernt habe, liegt die Wahrheit sowieso jenseits der Gedanken.

Auf bald!

„Preach it, Baby!“ macht Sommerferien

Seit Ostern rennt die Zeit und ein Blogpost nach dem anderen ging hier online. Ich ließ euch an der Umsetzung meiner 14 Punkte für 2014 teilhaben, sinnierte über das Ende von Freundschaften und das Entstehen von Erinnerungen, schuf die neue Kategorie der „Rohdiamanten“ und verpasste darüber hinaus dieser Seite ein neues Layout. Dabei waren insbesondere der Mai und der Juni sehr blogintensive Monate.

Heute möchte ich mich darum in die Sommerferien verabschieden.

Ich wünsche allen alten und neuen Leserinnen und Lesern eine schöne Sommerzeit mit vielen erfreulichen Überraschungen und glücklichen Momenten!
Bleibt mir gesund & munter!

Mathilda

PS. Wer sicher gehen möchte, den nächsten Blogpost hier nicht zu verpassen, darf sich gerne noch schnell den Email- oder WordPress-Abonnenten anschließen oder via RSS abonnieren. (Bei Fragen hierzu: nicht zögern, melden!)

Neue Kategorie: Rohdiamanten

Nimue und Ben werden sich freuen. Mit „Schlaflos“ begann auch hier bei mir die Kategorie der Rohdiamanten. So will ich sie nennen, auch wenn natürlich nicht klar ist, ob sich da mit viel Abschleifen und Probieren am Ende wirklich ein Diamant zeigt. Es sind kleine Gedanken und Wortfetzen, die mir zumindest so wichtig erscheinen, dass ich sie tippe und kritzele und festhalten will. Warum? Weil ich irgendwas darin sehe. Weil ich auf ihr Wachsen hoffe. Weil ich die Angst verloren habe, der fremde Blick könne ihnen schaden. Bestimmte Schätze muss man in der Schublade oder im Innen hüten, muss sie hegen und pflegen, geduldig sein. Wie Rilke an den jungen Dichter schrieb: „…Lassen Sie Ihren Urteilen die eigene stille, ungestörte Entwicklung, die, wie jeder Fortschritt, tief aus innen kommen muß und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann. Alles ist austragen und dann gebären.“ (ausführlicher in diesem Blogpost). Doch bei manchen will ich mich trauen. Kleine Fragmente zeigen. Und wenn es nur ein Drittel Gedicht und fünf Schlusssätze sind.

In eigener Sache: Zur Bedeutung eines Alter Ego

Dieser Beitrag richtet sich an all diejenigen Leser, die mich persönlich kennen.

Man is least himself when he talks in his own person. Give him a mask, and he will tell you the truth.
(Oscar Wilde)

Liebe Freunde & Bekannte, liebe Familie,
ich freue mich sehr darüber, dass ihr mein Blog so aufmerksam lest und damit Anteil an meinem Leben und meinen Gedanken nehmt. Aufgrund sich häufender Missverständnisse möchte ich euch heute jedoch darauf hinweisen, dass „Mathilda“ ein Alter Ego ist und nicht vollkommen identisch mit meiner Person. Nicht alle Beiträge hier sind wie #11 Riesenrad fahren und lassen sich Eins zu Eins und tagesaktuell auf mein Leben übertragen.

Nachdem ich im letzten Jahr auf meinen Musikpost zu Patti Smith, in dem ich beschreibe, wie ich vor einigen Jahren in Berlin zum ersten Mal die CD „Land“ hörte, mehrere SMS bekam, was ich denn gerade in Berlin machen würde, wurde mir das Potential zu Missverständnissen deutlich. Vorgestern veröffentlichte ich versehentlich „Schlaflos“ (eigentlich sollte der Beitrag erst in 3 Wochen erscheinen, damit ich diese Ansage hier zuvor und in anderer Form hätte schreiben können) und spürte erneut die Aufmerksamkeit und Besorgtheit in meinem Freundes- und Bekanntenkreis.

Ich finde es einerseits enorm aufmerksam, hilfsbereit und wirklich wunderbar, dass ihr genau lest und wenn ihr besorgt seid, direkt nachfragt. Das ist mir sehr viel lieber als ein missinterpretierter Beitrag, der dazu führt, dass ihr mich in Watte packt, weil mein letztes veröffentlichtes Gedicht ja so traurig war. Andererseits will ich euer Mitgefühl auch nicht überstrapazieren, vor allem, wenn die Sorge so unbegründet ist und meist auf einem Missverständnis beruht.

Daher hier nun explizit der Hinweis, dass meine Texte nur selten tagesaktuell sind. Gerade Gedichte und kurze Fragmente liegen bei mir meist wochen- und monatelang in der Schublade, bis ich sie irgendwann herausziehe, vielleicht noch ein wenig überarbeite und dann hochlade. Ich habe nicht vor, mit diesem Blog mein persönliches Leben zu dokumentieren, sondern ich wähle aus, verändere und stelle neu zusammen. Immer mal wieder ergänze ich um eine Prise Fiktionalität oder wage mich in Gedankenwelten vor, die ich sonst nicht thematisieren würde. Widersprüche sind dabei nicht ausgeschlossen. Genau das ist für mich der Sinn eines Alter Ego.

Diese Info soll euch jedoch nicht davon abhalten, mich auf meine Beiträge anzusprechen und mit mir zu diskutieren! Die Inhalte müssen nicht auf diesem Blog und im Internet bleiben, sondern ich bin für ein persönliches Gespräch immer zu haben und beantworte auch fleißig Emails. Ich freue mich jedes Mal, wenn mir jemand seine Gedanken zu meinen Beiträgen mitteilt!

Ich hoffe, dass ich mit diesem Beitrag ein paar Punkte klar stellen konnte.

Liebe Grüße und danke fürs Lesen!