Weihnachtstage

10°C, Sonne, blauer Himmel – so haben wir uns den Vortag zum Heilig Abend auch nicht vorgestellt. Es erinnert fast ein wenig an Sylvies Beschreibungen der Adventszeit in Brasilien. Wenn es diesen Winter Schnee geben sollte, kommt der sicher erst nächstes Jahr. Das stört mich aber auch nicht. Gerade eben habe ich einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen mit einem intensiv rosa Farbenspiel. Dazu der eine schmale Mondsichel am Himmel, leuchtend und einfach fabelhaft.

Ich wünsche allen meinen Leser*innen zauberhafte Weihnachtstage! Lasst es euch gut gehen, ob mit Familie, Freunden oder allein. Weihnachten ist nicht abhängig vom Schnee und genauso wenig von sonstigen äußeren Umständen. Wie ich schon in diesem Beitrag schrieb, hat Weihnachten immer etwas Plötzliches und Unerwartetes. Für Marias Schwangerschaft hätte es wohl auch passendere Momente geben können, einen besseren Zeitpunkt als Verlobungszeit und Volkszählung. Und dennoch kam Jesus zum genau richtigen Zeitpunkt.

Darum hoffe ich sehr, dass auch du, liebe Leserin oder lieber Leser, zum genau richtigen Zeitpunkt ein persönliches Weihnachten erlebst. Weihnachten, das heißt eine Begegnung mit Gott, es bedeutet: Gott kommt uns nahe. Die Umstände mögen unpassend erscheinen, die Stimmung seltsam und die Vorbereitungen dürftig. Doch in diesem Moment, in diesem einen Moment der Gottesnähe, wirst du merken: Es ist genau richtig.

Solche Weihnachtsmomente habe ich in den letzten Jahren immer wieder erlebt und ich wünsche sie euch allen! Nach den Festtagen melde ich mich wieder, bleibt mir gesund und feiert schön!

Mathilda

Adventskalender mit Bildern, Zitaten und Tee

Es ist Mitte November und für die DIY-Adventskalenderbastler damit allerhöchste Eisenbahn. Immerhin wollen 24 Päckchen gebastelt und befüllt werden. Während ich mich letztes Jahr für eine Bechervariante mit Nüssen, Früchten und Studentenfutter entschied, steht dieses Jahr ganz im Sinne von Kunst & Poesie. Für den Geist gibt es Zitate und Bilder, für den Körper gibt es leckeren Tee.

Mein Adventskalender ist kostengünstig und vor allem auf die eigene Kreativität angewiesen. Hier seht ihr zunächst meinen Arbeitstisch und dann zeige ich euch, wie ich vorgegangen bin.

SAMSUNGMan braucht:

schöne Bilder
etwas dickeres Geschenkpapier
eine Zitatsammlung, hier Kalender mit Sprüchen
Teebeutel
Klebstoff, Schere

1. Eine Reihe von schönen Bildern im kleinen Format entwickeln lassen

wpid-2014-11-16-18.18.54.jpg.jpegIch habe gute Erfahrungen mit Pixum gemacht, aber es gibt auch haufenweise andere Anbieter, bei denen man oft von heute auf morgen Fotos entwickeln lassen kann. Ich wähle dafür ein Format mit einem weißen Rand und einer Größe von ca. 9cm.

Meine Bilder stammen aus meinem eigenen tumblr-Account, auf dem ich über das ganze Jahr schöne Fotos, Zitate und Sprüche sammle. Für eine Übersicht gehe ich in mein Archiv und speichere mir die Bilder ab, die ich verwenden möchte.

2. Zitate auswählen und die Rückseite der Bilder damit beschriften, bekleben,…

Die Zitate nehme ich ebenfalls von Tumblr oder aus verschiedenen Kalendern oder Aufstellern, die dann auch gern mal der Schere zum Opfer fallen.

Dazu kommen eigene Assoziationen zu den Bildern oder einfach gute Wünsche für den jeweiligen Tag.

3. Verschiedenen Tee besorgen

wpid-2014-11-16-18.19.27.jpg.jpegGerade jetzt gibt es ja sogar Tee als Adventskalender zu kaufen, sodass man leicht an 24 verschiedene Sorten kommen kann.
Ich persönlich finde es aber auch nicht schlimm, wenn eine Teesorte doppelt auftaucht – ich stelle also Tee aus meiner eigenen Teesammlung zusammen und kaufe oft noch einen gemischten Pack im Supermarkt.
Für die Adventssonntage kann man sich natürlich auch noch eine kleine Besonderheit einfallen lassen.

4. Kleine Umschläge aus Geschenkpapier basteln

wpid-2014-11-16-18.37.55.jpg.jpegIch hoffe, man kann einigermaßen erkennen, wie ich die Umschläge gebastelt habe. Ich nehme das Bild und falte das Papier rundherum wie auf dem ersten Bild zu sehen. Man muss dabei darauf achten, dass man links und rechts etwas Luft lässt. Danach schneide ich im unteren Teil die geknickten Ränder ab und klebe sie dann auf die eingeklappten Ränder, sodass ich einen Umschlag erhalte. Zum Schluss noch das Umschlagfach etwas einschneiden und den oberen Teil entsprechend anpassen.
Meine Umschläge sehen nicht perfekt aus, jeder ist ein wenig anders, aber gerade das gefällt mir daran. Schließlich kommen Bildchen und Tee in den Umschlag.

Zuletzt muss man nur noch die Umschläge zukleben und nummerieren. Wer kein normales Klebeband nehmen will, ist mit schönem Masking Tape sicher gut bedient. Die Zahlen schreibe ich von Hand vorn auf den Umschlag, hier lassen sich natürlich auch hübsche Kleber anbringen.

Alle Umschläge kommen in ein Päckchen, das man auch gut in anderes Geschenkpapier einpacken kann.
Der hier gezeigte Adventskalender ist mein Geschenk an eine liebe Freundin, die heute Geburtstag hat.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachbasteln oder Inspirierenlassen!

Adventskalender mit Nüssen, Früchten und Studentenfutter

Becher

Nein, das hier wird kein „look at my beautiful life and DIY“-Blog! Trotzdem möchte ich euch gern meine selbstgebastelten Adventskalender zeigen. Es ist noch 1 Woche Zeit bis zum Adventskalenderstart, daher besteht (so rein theoretisch…) sogar noch die Möglichkeit zum Nachbasteln.

Inspiriert für die Kalender hat mich ein kaufbarer Adventskalender, der mit Nüssen, Früchten und Studentenfutter gefüllt ist. Mein liebster Freund meinte, das könne ich doch auch selber machen (Ha! Er hat mehr Vertrauen in meine Kreativität und Bastelfähigkeiten als ich selbst!) und so klickte ich mich durch ein paar Dawanda-Seiten, DIY-Blogs und Tutorials und bastelte bis spät in die Nacht im Handumdrehen hinterher:

1. Kaffeebecher zugeschnitten und mit Geschenkpapier beklebt

Becher1

2. Nüsse und Früchte eingekauft

Nüsse und Früchte

3. Zahlen auf Klebepunkte geschrieben und durchnummeriert

Nummern

Jetzt fehlt nur noch das Verschenken… die Empfänger sind schon bestimmt ;-)

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntagnachmittag!

Adventswochenende

Ende November habe ich in einer Gruppe von Leuten zugesagt, an einem virtuellen Adventskalender teilzunehmen und auch einen Impuls beizusteuern. Dazu möchte ich nun mein Blog nutzen.

Schon das zweite Adventswochenende…
Fühlt es sich für euch schon nach Weihnachten an? Nach Advent? Wart ihr schon auf dem Weihnachtsmarkt, beim Weihnachtslieder singen oder letzten Sonntag in einem schönen Adventsgottesdienst?

Woran macht man das überhaupt fest, dass sich etwas „nach Weihnachten“ anfühlt? Am Plätzchenbacken? An einer Stunde der Besinnlichkeit?
Woran machst DU es fest?

Letztes Jahr bin ich über den Satz gestolpert: „Weihnachten kommt plötzlich.“
Irgendwie absurd: Wenn ich bereits am 1. Januar sehe, dass in meinem Kalender die Weihnachtsfeiertage eingetragen sind. Wenn ich vielleicht an zahlreichen Chorproben teilnehme, um am Heiligen Abend oder auch schon davor ausgewählte Lieder vorzutragen. Wenn ich Türchen für Türchen am Adventskalender öffne und die „24“ mir jeden Morgen groß und breit vor der Nase sitzt.

Aber wie oft stimmt es nicht auch? „Weihnachten kommt plötzlich.“
Ich habe auch am 23. noch nicht alle Geschenke beisammen oder stelle auf einmal fest: Ach ja, ich wollte ja noch auf den Weihnachtsmarkt, ich wollte ja noch Freunde treffen, eigentlich wollten wir doch dieses Jahr wichteln,…. usw.

Bei Jesu Geburt gab es wohl nur Maria und Josef, für die Weihnachten nicht ganz so plötzlich kam. Maria war schwanger – und da hat man für gewöhnlich eine gewisse „Vorlaufzeit“, bis das Baby dann auf der Welt ist. Aber für alle anderen? Hat der Wirt denn damit gerechnet, dass in seinem Stall der Heiland der Welt geboren wird? Wussten die Hirten, dass sie ihre Nachtwache unterbrechen würden, um sich auf den Weg zu machen? Na gut, vielleicht hat einer der Sterndeuter schon Jahre zuvor die Konstellation vorausgesehen oder errechnet (und wurde dafür von den anderen für verrückt gehalten ;-)).

Gott kommt auf die Welt. Wenn man schon das Alte Testament nach Hinweisen auf die Geburt Jesu durchforstet, wird man denken: Seit Tausenden von Jahren kündigt er es an. Wenn man Maria heißt und eine persönliche Engelsnachricht bekommt, ja, dann weiß man auch Bescheid (naja, zumindest ein wenig). Aber trotzdem hat Gottes Kommen auf die Welt immer auch etwas Plötzliches. Etwas Überraschendes. Etwas, womit man nicht gerechnet hat.

Gott ist nicht an den 24. Dezember gebunden. Oder an den Weihnachtsmorgen. Oder an jeden anderen Tag, der für dich in der Tradition steht, sich nach Weihnachten anzufühlen. Gott ist überhaupt an gar keine Tradition gebunden.

Er kann jetzt, in dieser Sekunde, an deiner Tür stehen. Oder nächste Woche, mitten im Getümmel, an dein Herz klopfen. Und seine Botschauft lautet immer: „Fürchte dich nicht. Ich bin da.“