Belohnung.

Ein Seminarraum, ca. 30 Studenten.
Eine Vorlesung über die Geschichte des Althochdeutschen.

Man spürt die Langeweile und das Gähnen. Einige Studenten kritzeln auf ihren Blöcken. Wenige schreiben aufmerksam mit. Er doziert mit monotoner Stimme. Wer zuhört, dem entlockt seine liebenswürdige Art immer wieder ein leises Lächeln. Ich sage: Man muss sich einlassen auf die Langsamkeit seiner Sätze, auf die Pausen, die Nebensätze. Und wird belohnt.

Die Vorlesung ist eine einzige Belohnung.
Sie bietet: Entspannung, Konzentration, Inspiration. Je nach dem, was ich daraus mache. Ich kann mich einlullen lassen wie von einem Wiegenlied. Ich kann konzentriert an Vorlesungsfremdem arbeiten und mich von der Atmosphäre tragen lassen. Ich kann zuhören und dabei immer wieder kleine Perlen heben, die sich mit der Zeit zu großen Schätzen anreichern.

Unverdient.

Empfangen.

Glück.

Frankfurt am Main

Blauer Himmel

Wohnen im Mansardenzimmer

Fluglärm

…und jede Menge Arbeit!

Nein, dieses Mal bin ich keine Praktikantin, sondern eine bezahlte Aushilfe und verbringe somit meine Semesterferien die vorlesungsfreie Zeit als Teil der wahrhaft arbeitenden Bevölkerung :-) Und ich halte es für durchaus realistisch, dass ich hier noch eine Liebeserklärung an meine Arbeit schreiben werde. Denn auch wenn manches davon zäh ist wie Kaugummi, genieße ich es doch sehr, wieder hier zu sein.

…und wie verbringt ihr euren Sommer? 
Ich freue mich über Kommentare!