Blog-Award #10: klang•log•buch

Der erste Beitrag im Klanglogbuch war, wenn man der URL glauben darf, wohl erst mit „Bullshit-Mate“ statt mit „London“ überschrieben. So stolperte Moritz im Februar 2015 ins Bloggerleben und erfreut mich seit einigen Monaten mit seinen Logbucheinträgen.

Kurze Beiträge wie dieser oder dieser weckten meine Aufmerksamkeit, lassen mich hinhören und aufatmen, greifen Worte und Gedanken aus dem Alltäglichen und geben sie mit soviel Zauber zurück, dass einem die Luft wegbleibt. Moritz postet kleine Beobachtungen, Lichtblicke in meinem Feedreader, der sonst häufig durch lange Textbeiträge gefüllt wird. Besonderen Zuspruch erhielt dieser lyrische Beitrag, wobei mir die Herbstworte auch sehr gut gefielen. Dazwischen gibt es Bilder von Natur: Klatschmohnkleckse auf einer Wiese. Ähren in der Sonne. Hagebutten und Herbstlaub.

Wer eine ähnliche Liebe zur Lyrik und zum Klang von Wörtern hat wie ich, dem kann ich das klang•log•buch nur wärmstens empfehlen.

Moritz, es ist schön, deine Beiträge lesen zu dürfen. Du bist eine Bereicherung für die Blogosphäre!

 

PS. An meine lieben Leser*innen: Ich habe gerade diverse Probleme mit WordPress, die sich auch auf die Darstellung des Blogthemes auswirken. Der Support ist kontaktiert und ich hoffe, dass schnell wieder alles beim Alten ist. Lasst euch also nicht irritieren und drückt mir die Daumen für eine unkomplizierte Lösung!

Blog Award #9: dergrund

Ich folge dem Grund schon ziiieeemlich lange und habe doch eine ganze Weile gezögert, ihm hier meinen nächsten Blog Award zu verleihen. Seine Texte sind gelegentlich verstörend und anstößig, manchmal lockerleicht und kindlich, manchmal holpernd, dennoch bestimmt. Oft packen sie mich und ich lese, nicke, erröte und finde alles ganz treffsicher und richtig und passend. Daher kommt nun hier meine Empfehlung:

dergrund ist ein ganz besonderes Blog, das ich sehr gerne lese.

Vor 2 Jahren hat er hier ein Interview am lyrischen Mittwoch gegeben, das für mich als regelmäßige Leserin sehr interessant und aufschlussreich zu lesen war. Besonders gut gefällt mir seine Antwort auf die Frage nach der Verbindung von Lyrik und Liebe:

Die Synthese von Liebe und Lyrik gelingt, glaube ich, nur, wenn die Gefühle ehrlich sind und nichts hinzufantasiert wird. Mir gelingt es zum Beispiel nicht, wenn ich etwas künstlich erzeugen möchte, etwas übertrieben sexuell verbal ausreize, wenn ich aus der Liebe ein Experiment in einem Textforschungslabor mache. Jegliche Effekthascherei führt zu Kitsch und wird als Unehrlichkeit vom Leser enttarnt. Lyrik ist keine Lüge, sondern der Versuch ehrlich, wahr zu sein.

Auch wenn mich nicht jedes seiner Gedichte über Liebe zu packen vermag, erkenne ich doch immer diese Echtheit, das Ernste im Humorvollen und den Versuch, ohne jede Künstlichkeiten zu schreiben.

Leseempfehlungen: Abschweifend | Sein | Nie mehr loslassen

Nicht zu vergessen natürlich unser Blog Ping-Pong, bei dem wir feststellten, dass wir gerade beide den gleichen Moment lyrisch verarbeiten. Bei mir: Begegnung, bei ihm: Herzschlagstille.

Blog Award #8: Paleicas Episodenfilm

So sehr ich mich selbst gern auf Wörter und Buchstaben beschränke, so gern schaue ich Fotos und schöne Bilder an. Keine Überraschung für diejenigen, die meinen Tumblr kennen. Doch noch lieber als die kleinen Fotoschnipsel bei Tumblr, pinterest oder instagram sind mir Fotoblogs wie der von Paleica:

Episodenfilm – ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken
„Collect moments, not things“

Paleica lebt in Wien und bloggt seit 2008. Von Sternzeichen Schütze Aszendent Jungfrau ist sie laut Selbstbeschreibung Freudianer, Tolkienist, Freizeitfetischist, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Träumermädchen. Beim Episodenfilm handelt es sich um eine Art Fotogedankenblog, auf dem Paleice ihre mit verschiedenen Kameras selbst fotographierten Bilder zeigt.

Besonders gefallen haben mir dieses Jahr – wie könnte es anders sein – natürlich ihre Herbstbilder. Aber auch ihre beiden Projekt „50f“ und der „Magic Monday“, die nun leider zu Ende gingen, haben mich immer wieder neugierig gemacht. Dabei gab Paleica immer ein Wort oder Thema vor, zu dem jeder der wollte auf seinem Blog Fotos hochstellen konnte.

Witzig fand ich Paleicas Antwort bei einem Blog-Stöckchen:

Dein Haus brennt. Was rettest du auf der Flucht vor den Flammen?
Wahrscheinlich meinen Freund. Und dann meine Festplatte mit all meinen Fotos. Und vermutlich meine Handtaschen.

Fotos zu retten gibt es bei ihr sicher en masse. Nicht fehlen sollten da meiner Meinung nach einige von ihrem 4000km-USA-Urlaub, z.B. vom Whale Watching oder der Golden Gate Bridge. Gelegentlich gibt es auch textlichen Input, zum Beispiel hier zur Generation Y. Aber Paleica bleibt ihren Fotos treu und fügt selbst da noch Bilder aus dem Botanischen Garten bei.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern auf ihrem Blog und sage mal:
Paleica, ich freue mich auf deine weiteren Fotoexperimente und Bilder!

Blog-Award #7: Buzzaldrins Bücher

Böse Zungen werden mir nachsagen, ich sei bestechlich. Ich hatte nämlich erst vor kurzem großes Losglück bei Mara von Buzzaldrins Bücher: Das Trostpflasterpaket von der Frankfurter Buchmesse mit ein paar süßen kleinen Mitbringseln darf ich nun mein eigen nennen. Ich kritzele schon fleißig auf dem Notizblog, freue mich an den witzigen Klebern mit ? und ! und sage „Danke“ an die Losfee.

Nun aber zum Blog – Buzzaldrins Bücher. Wer steckt dahinter und worum geht es überhaupt?
Kurz gesagt: Mara liebt Bücher, liest am liebsten zeitgenössische Literatur und widmet dieser ihr Blog. Es gibt Buchvorstellungen und Rezensionen, Beobachtungen zum Deutschen Buchpreis, Autoreninterviews und um ehrlich zu sein, sorgt Mara dafür, dass ich mich nach der Lektüre eines ihrer Blogbeiträge jedes Mal ein bisschen gebildeter und informierter fühle, was die aktuellen Literaturtrends angeht.

Ihre Romanbesprechungen sind von unglaublicher Lesbarkeit, ja, tatsächlich! Oft breche ich bei Buchbesprechungen ja schon nach zwei Sätzen ab, weil ich beim Lesen des zweiten bereits den ersten vergessen habe. Nicht so bei Mara – ihre Rezensionen machen Lust auf mehr, geben einem ein Gefühl für ein Buch und lassen mich ein Stück weit mit in die Welt des jeweiligen Romans hineintauchen!

Besonders gut gefallen haben mir Vielleicht Esther (Katja Petrowskaja), Wunderlich fährt nach Norden (Marion Brasch), der wunderbare Beitrag über das Einsortieren von Büchern: Büchermobiliar, das Interview mit Saša Stanišić und wer Mara einfach nur mal lesen sehen will, klickt einfach hier.

Mara, mit deinem Blog bereicherst du das Netz der Leseratten und Bücherfreunde!
Danke, dass du deine Freude an Büchern mit uns teilst!

Blog-Award #6: mein Morgenstern

In dieser Reihe stelle ich euch meine liebsten Blogs vor.

Ein Modeblog? Nicht ernsthaft, oder?
Ja, ich hätte es vor Entdecken dieses Blogs wohl auch nicht vermutet, dass mein nächster Award an einen Blog geht, auf dem Mode & Kleidung immer wieder ein großes Thema sind. Doch mein Morgenstern ist so viel mehr als das: Eni Mai beschreibt sich selbst als „lover of fashion, words, art & life“ und genau das ist auch auf ihrer Seite zu finden.

Wundervoll zusammengestellte Zitate, Liebeserklärungen an die kleinen, besonderen Momente des Alltags, an das Leben überhaupt, das es sich lohnt mit Freude und Leichtigkeit zu leben, zu entdecken, zu genießen. Ich bewundere Enis Hingabe an ihren selbstgewählten Beruf, an ihr Handwerk. Mit ihren Beiträgen nimmt sie einen mit hinein in die Welt der Entwürfe, der Stoffe in der Hand und lässt uns teilhaben an dem Glück, das erdachte Kleidungsstück Wirklichkeit werden zu lassen.

Daneben gibt es kleine Einblicke in das Familienleben mit Mann, Sohn und Hund, Hinweise auf schöne Lieder und noch schönere Bücher und immer wieder entdecke ich den Leitsatz „Weniger ist mehr„, der mich an ihrem Blog so anspricht und inspiriert. Leseempfehlung: „würde ich darin leben„.

Ich hoffe sehr, dass ich mit diesem Blog-Award dem ein oder anderen meiner Leser eine echte Freude machen kann – ich selbst freue mich jedenfalls jedes Mal, wenn ein neuer Post auf Enis Blog online geht!
Liebe Grüße!

Blog-Award #5: Wirre Welt Berlin

In dieser Reihe stelle ich euch meine liebsten Blogs vor.

Laut WordPress-Reader hat er bereits knapp 400 Follower und ich kann diese Meute gut verstehen. Sein Blog ist witzig, ehrlich und ein echtes Leseabenteuer. Man beginnt zu lesen, zieht langsam eine Augenbraue hoch, runzelt die Stirn und fragt sich schließlich mit weit aufgerissenen Augen:
„Ist das wirklich echt? Kann es so verrückte Menschen geben?“ 
Bis man nach einem Moment der Irritation weiter liest, den Kopf schüttelt, schmunzelt und mit den Schultern zuckt.
„Ja, so ist die Welt. Genauso sind die Menschen.“

Oliver Ménard beschreibt die „Wirre Welt Berlin„, die er oft an der Seite der charmanten Claudine erkundet. Er schreibt über Erlebnisse in Straßencafés, ein Duell im Supermarkt, die Tattoowünsche (und -verwirklichungen!) seines Videothekenmannes sowie diverse weitere Erlebnisse in Prenzlauer Berg.
Ich finde, er hat ein Händchen für die Titelwahl, oder wer wird etwa bei „Verrat an der Tiefkühltruhe“ nicht neugierig?

Es lohnt sich, bei ihm ein wenig zu stöbern, und ich bin mir sicher, dass ihr euch an der ein oder anderen Stelle festlesen werdet… Von meiner Seite erntet „Wirre Welt Berlin“ ein breites Grinsen, freundliches Augenzwinkern und eine herzliche Blogempfehlung!

Blog-Award #4: Verssprünge

In dieser Reihe stelle ich euch meine liebsten Blogs vor.

Verssprünge – der Titel passt perfekt. Diana Jahr schreibt Gedichte, versieht sie mit schönen Bildern und liebt definitiv das Stilmittel des Enjambement. Und damit ist sie nicht die Einzige: Obwohl ihr Blog noch gar nicht so lange lese, bin ich geneigt, einen Stern bzw. ein „Gefällt mir“ nach dem anderen zu vergeben. So viel Kreativität, Beobachtung, Wahrnehmung und so herrliche Naturbilder – damit haben sich die Verssprünge einen festen Platz in meinem Reader erobert.

Diana, schreibe einfach immer weiter. Mehr gibt es hier nicht zu sagen.

Blog-Award #3: Kleine Wunder überall

In dieser Reihe stelle ich euch meine liebsten Blogs vor.

Es dauerte nicht lang, dass Ellens Blog Kleine Wunder überall zu einem meiner Lieblingsblogs wurde. Ich bewundere Ellen dafür, wie sie mit diesem Blog einen eigenen, ihren eigenen Raum geschaffen hat. Dieser Raum ist gefüllt mit Geschichten, Bildern, kleinen und großen Dingen aus Ellens Leben. Ich liebe ihre alten Beiträge über ihren Urgroßvater oder über ihre Oma. Sie schrieb einmal, ihre Oma sei in allem, was sie mache und gestalte und wenn Ellens Stil irgendwie ihre Oma verkörpert, dann muss man diese Oma ebenso sehr ins Herz schließen wie Ellen.  Auch wenn es immer wieder DIY und Rezepte gibt, hebt sich „Kleine Wunder überall“ deutlich von den klassisch-schönen DIY- und Foodblogs ab. Ellens DIY-Ideen sind herrlich unperfekt und gerade dadurch nachahmenswert. Sie liebt Upcycling und versucht sich gerade an vegetarischen Rezepten. Die empfohlenen weltbesten Cookies habe ich hier und hier schon mal nachgebacken und auf meinen Wunsch hin übersetzte sie mir sogar des Rezept für die besten Ofenpommes überhaupt. Danke!

Wie ihr seht, kann ich euch Ellens Blog wärmstens empfehlen. Es ist schade, dass sie in den letzten Monaten nicht mehr so viel bloggt wie noch zu Zeiten ihres Studiums, doch angesichts der Herausforderungen des Referendariats kann ich es verstehen. So freue ich mich über jeden neuen Beitrag umso mehr. Und solltet ihr Ellens Blog abonnieren, könnt ihr euch auch sicher sein, nicht zugespammt zu werden (Qualität vor Quantität, nicht wahr?).

Blog-Award #1 und #2

Wie bereits angekündigt, möchte ich eine neue Reihe starten, in der ich euch meine liebsten Blogs zeige. Ich gehöre zu den Lesern, die sich zwar gern schöne Bilder anschauen, aber auch vor langen Textbeiträgen keine Scheu haben. Ich mag es, wenn Menschen versuchen, den Dingen auf den Grund zu gehen und Themen von verschiedenen Seiten beleuchten.

Meine ersten beiden Blog-Awards gehen daher an zwei englischsprachige Blogs:

Love, Joy, Feminism von Libby Anne
und
Defeating the Dragons von Samantha.

Auf Samanthas Blog habe ich schon einmal verwiesen, ich lese sehr viel von dem, was sie schreibt. Für Libby Annes Blog nehme ich mir eher mal einen ganzen Abend Zeit und klicke mich durch die Themen.

Worum geht es?
Beide Blogs werden von Frauen geschrieben, die in einer Szene des christlichen Fundamentalismus in den USA aufgewachsen sind und sich davon (unter Mühen) lösen konnten. Sie setzen sich nun mit ihrer Vergangenheit, den früheren Glaubensinhalten und dem Lebensstil auseinander. Dazu gehören z.B. enorm kinderreiche Familien (quiverful families), rauhe Erziehungsmaßnahmen („wer seinen Sohn liebt, züchtigt ihn“), patriarchale Strukturen, ein Leben mit dem Reinheitsmythos (Purity Culture) und nahezu arrangierten Ehen (parent-guided courtship) sowie Erfahrungen mit Homeschooling und ein politisches Engagement, z.B. bei ethischen Fragestellungen wie Abtreibung.

Was mag ich an den Blogs?
Samantha und Libby Anne sind beide unglaublich reflektiert und eloquent. Es gelingt ihnen, eine angenehme, forschende Atmosphäre auf ihren Blogs zu etablieren. Inhaltlich sind die Beiträge sehr gut recherchiert und durchdacht. Besonders mag ich die Buchrezensionen: Dabei werden christlich-fundamentalistische Bücher der Szene Kapitel für Kapitel besprochen. Ich empfehle hier zum Beispiel die Rezensionen zu Created to Be His Helpmeet von Debbi Pearl oder Fascinating Womanhood von Helen Andelin.

Warum lese ich die Blogs?
Ich bewundere die beiden Frauen dafür, wie ehrlich und authentisch sie ihre doch sehr persönlichen Erfahrungen teilen können. Gleichzeitig werden mir die Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Fundamentalismus viele Aspekte aufgezeigt, anhand derer ich mich mit dem christlichen Fundamentalismus in Deutschland auseinandersetzen kann. 

Samantha und Libby Anne, weiter so!!

Blog-Awards

Die Buchstaben-Emma warf mir nicht nur ein Blogstöckchen zu und stiftete mich zum Mitmachen bei der #12bildertag-Blogparade an, sondern nominierte mich nun auch für den LIEBSTEN Blog-Award. Ich gebe ehrlich zu, dass ich diese Blog-Awards für eine ziemliche Selbstbeweihräucherung der Bloggerszene halte. Gleichzeitig passt die Aufforderung, auf interessante Blogs zu verweisen, geradezu perfekt in meine eigenen Überlegungen für die nächsten Beiträge.

Ich möchte nämlich gern eine neue Reihe starten und euch immer wieder mal einen meiner liebsten Blogs zeigen. Meist setzt man die ja einfach so in die Blogroll, doch ich finde es deutlich schöner, die Blogs auch ein wenig zu kommentieren.

Daher bedanke ich mich nun erstmal für die Nominierung zum LIEBSTEN Blog-Award. Trotz Skepsis an der Sache hab ich mich gefreut :-)

die Regeln zur Award-Nominierung:

  •  Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
  •  Beantworte 11 Fragen, die dir vom Blogger, der dich nominiert hat, gestellt wurden.
  •  Nominiere 11 weitere Blogger mit weniger als 200 Followern.
  •  Stelle 11 Fragen an deine Nominierten.
  •  Informiere deine Nominierten über diesen Post.

Ich werde diese Regeln leicht abwandeln und nicht 11 Blogger auf einmal posten, sondern nach und nach den LIEBSTEN Blog-Award vergeben. Außerdem werde ich evtl. auch die Anzahl der Fragen kürzen oder die Fragen ganz weglassen. (Ja, ich bin ein Spielverderber….aber wie heißt es so schön: Regeln sind da, um sie zu brechen…)

Emma stellte mir folgende Fragen:

1. Wie ist dein Blogname entstanden? Hat der Name eine Bedeutung?
Als ich vor einigen Jahren begann, als Zeichen der Unterordnung der Frau (ja, das ist ernst gemeint!) nur noch einen geflochtenen Zopf zu tragen, schickte mir meine liebste Freundin, die Künstlerin, eine Postkarte, auf der sich an den Rand gekrakelt die Worte „Preach it, Baby!“ fanden. Immer wieder versuchte sie damals, mich aus dieser Phase herauszuholen und machte mir Mut, meine Meinung und meine Gedanken zu äußern: „Du hast voll was zu sagen. Versteck dich nicht.“

2. Seit wann bloggst du?
Dieses Blog gibt es seit dem Durchbruch am Freitag, den 13. Juli 2012.

3. Was hat dich zu bloggen bewegt?
Unter Willkommen finden sich dazu ein paar Worte.

4. Welcher Blog-Artikel wurde bei dir am häufigsten gelesen? 
Laut Statistik ist der am häufigsten gesuchte und angeklickte Beitrag die von mir abgeschriebene Eröffnungsszene des Films “Der blutige Pfad Gottes 2″.

5. Welcher ist dein Lieblingsartikel?
Oh, das ist schwierig. Welchen Artikel mag ich selbst am liebsten? Ich gucke grad mal nach rechts in die Liste der Lieblingsbeiträge…. Aber ich glaube ja, es ist der hier: Frag mich nicht nach der Liebe.

6. Wie entstehen deine Beiträge? Bist du eher ein Spontanblogger oder planst du mit Vorlauf worüber du schreibst?
Wie sagte Rilke in seinem Brief an einen jungen Dichter: „Alles ist austragen und dann gebären.“ Ich schreibe oft, ohne im Voraus zu wissen, ob das einmal hier auf diesem Blog landen wird. Oder aber ich plane, mich einem bestimmten Thema zu widmen, wie z.B. dem Abschied im letzten Sommer, und dann entsteht ein Satz nach dem anderen, wenn ich die Blogmaske geöffnet habe. Immer öfter passiert es mir aber, dass Freunde zu mir sagen: Schreib doch mal einen Blogbeitrag dazu.

7. Tüftelst du lange an einem Beitrag?
Ja, meistens schon. Ich klicke mindestens 5 Mal die Vorschau an und lese jeden Beitrag mehrmals Korrektur. Ich ändere kleine Wörtlein und lösche ganze Absätze. Dennoch ist jeder Text immer noch im Werden begriffen – dazu schrieb Nimue einen wunderbaren Beitrag über Perfektion und ihre Entscheidung, vermeintlich unfertige Texte zu veröffentlichen.

8. Welche Art von Blogs besuchst du am liebsten?
Auch wenn die Bloggerwelt anscheinend vor allem auf Bilder steht, besuche ich am liebsten textlastige Blogs, in denen Menschen sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzen. Ich könnte hier schon direkt anfangen, euch auf einzelne Blogs zu verweisen, aber wozu dann die ganze Reihe?

9. Stecken in dir Talente, die du in deinem Blog noch nicht präsentiert hast?
Na klar! :-D Das wäre ja langweilig, wenn dieses Blog alles wäre! Erwähnte ich schon, dass ich Einradfahren, Breakdancen und Handtaschen filzen kann? Nicht?? Gut, stimmt auch nicht ganz….

10. Machst du bei Blogprojekten mit? Wenn ja, welche sind das?
Ich mache bei der #12bildertag-Blogparade mit.

11. Verbindest du mit deinem Blog ein besonderes Erlebnis?
Ich bin immer wieder erstaunt und erfreut zu gleich, wenn ich merke, dass Menschen meine Beiträge lesen und sich davon inspirieren lassen. Oder sogar anderen davon erzählen! So bekam ich neulich von der Freundin einer Freundin eine SMS: „Hey, M. meint, du schreibst einen Blog und dass der ganz gut sein soll. Kannst du mir die Adresse geben?“ Ja, das war ein schöner Moment.

So, und nach so vielen Infos über mich selbst geht es nun los mit meinen liebsten Blogs. Noch 2 Mal schlafen und dann findet sich hier der erste Beitrag.
Bis dann!