Sollen wir den Mond aussperren?

Es war ein Geschenk gewesen, dich noch einmal bei mir zu haben. Mich von deinem Atem durch die Nacht tragen zu lassen. Du warst mein Anker in dieser Nacht; meine Hoffnung, dass es auch für mich ein neues Leben geben würde. Während ich mich schlaflos und unruhig von einer Seite auf die andere wälzte, keine Ruhe findend, angestrengt und hilflos, lagst du einfach neben mir und schliefst deinen sanften, leichten Schlaf. Ich kämpfte gegen die wachsende Verzweiflung angesichts der Schlaflosigkeit, aber ich wollte mich von ihr nicht überrumpeln lassen. Leise flüstertest du mir zu: „Sollen wir den Mond aussperren?“ Doch ich schüttelte bloß den Kopf. Das Mondlicht hatte mich noch nie gestört. Als Kind hatte ich mich, wenn ich nicht schlafen konnte, manchmal verkehrt herum ins Bett gelegt. Daran erinnerte ich mich nun und rollte mich schließlich am Fußende des Bettes zusammen, lag als menschliches Knäuel zu deinen Füßen und fand zunächst etwas Erholung in einem tiefen Gähnen bis mir endlich die Augen zufielen. Es waren nur wenige Stunden bis zum Morgen, irgendwann fiel ich wie üblich in ein Alptraumloch und fand den Weg nicht mehr hinaus. Meine Hand hielt das Kissen fest umfasst, sie war zur Faust geballt und schmerzte beim Aufwachen. Du ahntest nichts von meinem Unheil, zogst mich einfach nur an dich heran und deine Wärme und Zärtlichkeit bahnten mir sacht einen Weg in den Tag.

Kein Arm, der sich um dich legt

Kein Arm, der sich um dich legt
Nachts
Kein sanfter Herzschlag
Neben dir
Kein zweiter Atem, der dich trägt
Ruhig und tief

Keine Hand auf deiner Brust
Keine Brust unter deiner Hand

eines Menschen, der dich warm hält,
eines Menschen, den du warm hältst
(und über dessen Schlaf du wachst,
wenn du selbst nicht schlafen kannst)

Alleine atmen
Wachen
Schweigen und
nur dem eigenen Herzschlag lauschen

#augustbreak2016 – Peaceful

Acht Sekunden Seelenruhe, oder: Kuhranzennacht in Kroatien.

Gestern Abend lag ich im Trampolin und genoss den Ausblick auf einen phänomenalen Sternenhimmel. Die Grillen zirpten ihr Nachtkonzert, der dünne Stoff auf meiner Haut sorgte mit der Restwärme eines sonnigen Tages für eine angenehme Temperatur und ein leises Lüftchen wehte durch den Garten. Peaceful – friedlich, was könnte dafür besser passen als dieser Moment?

Da meine Kamera nicht gut genug für Millionen und Abermillionen von Sternen und anderem astronomischem Gedöns ist, müsst ihr nun leider in den schwarzen Nachthimmel starren. Dafür ist das Grillengezirpe jedoch gut zu hören.

[Raph Elle ist schon schlafen gegangen… und gibt Tipps für friedlichen Schlaf.]